Band 
I. Theil.
Seite
96
JPEG-Download
 

96 I. HAUPTST, »TEERES-VERGRÖSS.

Aber Beobachtungen -wirklicher Thatsachen, dieGegenstand unserer Darstellung werden könnten, ha-ben wir blofs aus der Zeit der Europäischen Herrschaftin der neuen Welt j und es läfst sich bey der Lang-samkeit solcher Naturwirkungen der einen Art. undbey der Seltenheit der schnellwirkenden, erwarten,dafs in dem kurzen Laufe von drey Jahrhunderten nursehr wenige sich ereignet haben werden, oder aufge-fafst werden konnten. Die wenigen, von welchenwir Nachrichten aufgefunden haben, theilen wir hiermit.

An Sulli v ans-In sei, welche an der Nordseitedes Eingangs des Hävens von Charles town liegt,hat das Meer von ihrer Westseite so viel Land wegge-rissen, dafs man die Abnahme binnen drey Jahren (vor1786) auf eine Viertelmeile schätzen konnte (1). DerSund (die Meerenge zwischen New-York undLong-Islan d), deren südlicher Felsen - Eingang denNahmen der Höllenpforte führt, und die an ihrerbreitesten Stelle drey bis vierhundert Toisen, an derschmälsten 6iebenzig breit ist, soll einer Tradition zu-folge neuerer Entstehung seyn. Im Anfänge des sie-benzehenten Jahrhunderts erzählten die dortigen Ein-gebohrnen den ersten Holländischen Colonisten, dafsdie Urgrofsväter ihrer Väter, wie sie von letzteren ge-hört, noch trocknes Fufses von den jetzigen Inselkii-sten bis zu denen, die heutzutage das feste Land be-gränzen, hätten gehen können, und dafs nur bey hohenAequinoctialfluthen das Meerwasser wie ein starkerBach zwischen beyden durchgeströmt sey. Auf derSeite von New-York besteht das dortige Ufer aus

1} Schöpf Beyträge zur mineralogischen Kenntnifl des östl.Tlieils v. Nordamerica , S. 20. 21 .

t