Buch 
Kurtze Einleitung in einige Theile der Bergwercks-Wissenschaft ... / von Johann Gottlob Lehmann
Entstehung
Seite
188
JPEG-Download
 

angeſehen wird. Ein Stollen, wenn er auch aufungemuthete und alſo bergfreye Gaͤnge kommt,welche Ertzt fuhren, ſo darf er ohne vorhergegan-gene Muthungz und ein halb Lachter im Hangen!den, und eben ſo viel im Liegenden das Ertzt aus-hauen. Gemeiniglich iſt bey Treibung dererHaupt⸗Stollen der Princeps ſelbſt Stoͤllner;und dieſes erleichtert den Berg⸗Bau ungemein.Man hat auch beſondere Stoll Ordnungen, wel-che die Sachen in guter Ordnung NB. zum Theilvortragen. Es iſt auch noͤthig, denn da vielmahlsgantze Zuͤge mit denen edelſten Anbruͤchen muͤß-ten liegen bleiben, aus Mangel eines tuͤchtigenStollens, ſo verdienet es die Sache wohl, daßman ausfuͤhrlichere Schriften davon nachſchlage-Dergleichen ſind die meiſten Berg⸗Ordnungen,Loͤhneiß Bericht vom Berg⸗Wercke, HertwigsBerg⸗Buch ꝛc. Mit denen uͤbrigen Stollen hat eswie geſagt gar nichts zu bedeuten, denn da ſie ihreDienſte nicht lange leiſten, und gar geſchwind-durchſuncken werden, ſo koͤnnen ſie auch kein.Vortheile begehren, ſonderlich wenn ſie, wie enicht ſelten geſchiehet, die Waſſer fallen laſſen/und alſo den Tiefſten mehr Waſſer bringenals benehmen, da ſie denn vollends gar nikriegen, und wenn der Stoͤllner Schuld daran,wird er noch darzu geſtraft. Ja es erlangen 0gar die Stollen den aten Pfennig, wenn ſie 5Stoll Ort aufeines andern Gange treiben unalſo derſelben Gewerckſchaft zum Beſten ſo 1ſagen vorarbeiten. Wiewohl es an theils 1 0