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Weltraum füllenden himmlischen Körpern beginnen, gleichsammit dem Entwurf einer graphischen Darstellung des Univer-sums, einer eigentlichen Weltkarte, wie zuerst mit kühnerHand sie Hcrschel der Vater gezeichnet hat. Wenn, trotzder Kleinheit unseres Planeten, der rellurische Theil inder Weltbcschrcibung den größeren Raum einnimmt und amausführlichsten behandelt wird, so geschieht dies nur inBeziehung auf die ungleiche Masse des Erkannten, aus dieUngleichheit des Empirisch-Zugänglichen. Jene Unterordnungdes uranologischen Theils finden wir übrigens schon beidem großen Geographen Bernhard VareniuS 1 in der Mittedes 17ten Jahrhunderts. Er unterscheidet sehr scharfsinnigallgemeine und specielle Erdbeschreibung, und theiltdie erstere wieder in die absolut tellurische und dieplanctarische ein, je nachdem man betrachtet die Vor.hältnisse der Erdoberfläche in den verschiedenen Zonen, oderdas solarisch-lunare Leben der Erde, die Beziehung unseresPlaneten zu Sonne und Mond. Ein bleibender Ruhm fürVarcniuö ist es, daß die Ausführung eines solchen Ent-wurfes der allgemeinen und vergleichenden ErdkundeRew tvn'S Aufmerksamkeit in einem hohen Grade auf sichgezogen hatte; aber bei dem mangelhaften Zustande derHülfswissenschaftcn, aus denen VareniuS schöpfte, konnte dieBearbeitung nicht der Größe deS Unternehmens entsprechen.Es war unserer Zeit vorbehalten, die vergleichende Erd-kunde in ihrem weitesten Umfange, ja in ihrem Reklerauf die Geschichte der Menschbeit, auf die Beziehungen derErdgestaltung zu der Richtung der Völkcrzüge und der Fort-schritte der Gesittung, meisterhaft bearbeitet ^ zu sehen.
Die Aufzablung der vielfachen Strahlen, die sich in