Band 
Erster Band.
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sind. Im stärksten Fcucr der Porzellan-Oefen kann mannichts hervorbringen, was der so rein von der unverän-derten Grundmasse abgeschiedenen Rinde der Aörolithenähnlich wäre. Man will zwar hier und da etwas bemerkthaben, was auf das Einkneten von Fragmenten könnteschließen lassen; aber im allgemeinen deuten die Beschaffen-heit der Grundmasse, der Mangel von Abplattung durchden Fall, und die nicht sehr beträchtliche Erhitzung beierster Berührung deS eben gefallenen Meteorsteins keineswegeS auf das Geschmolzensein des Inneren in dem schnellzurückgelegten Wege von der Grenze der Atmosphäre zurErde hin.

Die chemischen Elemente, aus denen die Mcteormassenbestehen und über welche Berzelius ein so großes Licht ver-breitet hat, sind dieselben, welche wir zerstreut in der Erd-rinde antreffen: 8 Metalle (Eisen, Nickel, Kobalt, Man-gan, Chrom, Kupfer, Arsenik und Zinn ), 5 Erdarten,Kali und Natron, Schwefel, Phosphor und Kohle; imGanzen '/; aller uns bisher bekannten sogenannten einfa-chen Stoffe. Trotz dieser Gleichheit der letzten Bestand-theile, in welche unorganische Körper chemisch zersetzt wer-den, hat das Ansehen der Meteormassen doch durch dieArt der Zusammensetzung ihrer Bestandtheile im allgemeinenetwas fremdartiges, den irdischen Gebirgsarten und Felö-massen unähnliches. Das fast in allen eingesprengte ge-diegene Eisen giebt ihnen einen eigenthümlichen, aberdeshalb nicht selenitischen Charakter: denn auch in an-deren Welträumen und Weltkörpern, außerhalb des Mon-des, kann Wasser ganz fehlen und können Orydations-Processe selten sein.