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nächtlicher Ruhe. Es belebt und es regt sich auf Augenblickeiu kein stillen Glänze des Firmaments. Wo mit mildemLichte die Spur des fallenden Sternes aufglimmt, versinn-licht sie am Himmelsgewölbe das Bild einer mcilcnlangcnBahn; die brennenden Asteroiden erinnern nnS an dasDasein eines überall stofferfüllten Weltraums. Vergleichenwir daS Volum des innersten Saturnstrabanten oder daSder CercS mit dem ungeheuren Volum der Sonne, so ver-schwinden in unserer Einbildungskraft die Verhältnisse vongroß und klein. Schon das Verlöschen plötzlich auflodern-der Gestirne in der Eassiopea, im Schwan und im Schlan -gcnträger führt zu der Annahme dunkler Weltkörper. Inkleine Massen geballt, kreisen die Stcrnschnuppen-Asteroi-den um die Sonne, durchschneiden kometenartig die Bahnender leuchtenden großen Planeten und entzünden sich, derOberfläche unseres Dunstkreises nahe oder in den oberstenSchichten desselben.
Mit allen andern Wcltkörpcrn, mit der ganzen Naturjenseits unserer Atmosphäre stehen wir nur im Verkehrmittelst des Lichtes, mittelst der Wärmestrahlen, die kaumvon. Lichte zu trennen sind°", und durch die geheimniß-vollen Anziehungskräfte, welche ferne Massen nach derQuantität ihrer Körpertheile auf unsern Erdball, auf denOcean und die Luftschichten ausüben. Eine ganz andereArt deS kosmischen, recht eigentlich materiellen Verkehrserkennen wir im Fall der Sternschnuppen und Meteor-steine, wenn wir sie für planetarische Asteroiden halten.Es sind nicht mehr Körper, die aus der Ferne bloß durchErregung von Schwingungen leuchtend oder wärmend ein-wirken, oder durch Anziehung bewegen und bewegt werden;