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Geschichte des Seefahrers Ritter Martin Behaim nach den ältesten vorhandenen Urkunden : mit einer genauen Abbildung des Behaim'schen Globus vom Jahr 1492 in zwei Planigloben nach seiner natürlichen Grösse, und drei der ältesten Karten von Amerika / von Friedrich Wilhelm Ghillany; eingeleitet durch eine Abhandlung ueber die ältesten Karten des neuen Continents und den Namen Amerika von Alexander von Humboldt
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genommen und wie « so schnell um den vielleicht allerdings nor massigen liest seines Vermögens, das er im Jahre

1494 ans Nürnberg mit »ach I oi t.ig.il brachte (gleichzeitige Portugiesische Schriftsteller schildern ihn als sehr reich

zuruckgekehrt, 5 *— »,. Unter König Johann II. bezog Bebnim ohne Zweifel eine Besoldung vom Hofe

wie Portugiesische Schriftsteller sagen, der Charge als Stallmeister. Wichtige spätere Entdeckungen, wie die des

Vorbei,, gs der guten Hoffnung, des Seeweges nach Ostindien und Amerika 1 » drängten seine Verdiente in de, Hin-

ttigimid; neue junge Kräfte waren einporgekoninien; König Manuel setzte hei seinem Regierungsantritt wahrschcin

lieh denn derartige Veränderungen gab es in Portugal in der Regel bei Regentenwechsdu) d“e„ Gehalt Belmin",

herab oder entzog ihm denselben «ranz Jefzt war TSohm’m a,.f » • * .. . ” cndU 1561,311118

verbot ihm seine Ritterwürde „nd^r ' i wat Rchann auf sein Privatvermogcn angeiviesen • denn den Handelverbot ihm seine Kittci wurde, und ei mochte selbst, dieser Erwejrbsart entwöhnt, wenig Lust dazu snüren Rp 1 a,

unstateu Keeleben und der Lust zu Abenteuern, bei dem Luxus und den gesteigerten Preisen bei der C u

und leichtsinnigen Geldverschwendnug, die damals in Portugal herrschten, wo Alles sein Glück auf der See ^lite'

und mit leichtei Muh. i Ostindien wieder reich zu werden hoffte,') konnte das väterliche Erbe allerdings auch in

wenigen Jahren verzehrt sein. Behain, stünde mit dem Schicksal eines einst angesehenen zuletzt ahe -n •

tellosen Mannes^unter den Portugiesen damals nicht allein: ich erinnere an Camoens den berühmten iZh,'® T

Lusiade (geh. loir), der auch lange in Indien gewesen und in Lissabon zuletzt sein Leben durch Almosen fXl'T

das ein aus Ostindien mitgebrachter Sclave für ihn Nachts auf der Strasse sammelte. Auch Pock gibt umlZnln

Briefen aus Lissabon (vrgl. Urkunden XVHL „„d XXIV.) Andeutungen genug über das damalige Leben L Port, ”,

d;e den Beweis geben, dass man dort schnell reich und arm war, an ein Spar«, und zu Ra,he halten de, g",S’

nicht dachte, den ausseren Glanz aber aufrecht zu erhalten suchte, auch wenn im Stillen bereits die äussere I)ü,7

tigkeit an den Verhältnissen zehrte.', Wir linde,, freilich, dass die Seefahrer selten reich wurden, auch wLn siesich auszeichnefen: Columbus und Vesrmcci hliVW., n,. m «„1 z , , „ 5 dULn werm sie

dacht war Uebr.Vens bleibt es „ns • P b b ; ersterer auf den Erwerb von Reichthüinern be-

war. liebn^ens b eibt es uns immer imbenommen, zu glauben, dass Behaim das massige Vermögen welches

er von Nürnberg noch als väterliches Erbe mit nach Portugal gebracht haben mao- auf d,V Li, -r ’ dl<?SPrivatexnedition zur See verwendete - , fe l ' ul£U ' m lldUtn ma g, aut die Betheihgung an einer

rmatexpcdition zui »ee verwendete, die ungünstig ausfiel, oder dass es auch bei der eingezogensten Lebenswege

innerhalb der elf Jahie, welche er nach seiner Rückkehr von Nürnberg wahrscheinlich meist von seiner FamHc

in Lissabon oder auf Reisen zubrachte, nach und nach aufgezehrt worden sei. Dass Behaim der die JeRe Fnt ,I

reise mit Diogo Cao gemacht, der mit den Seefahrern in beständigem Verkehr war weder L stille I

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ciworuen, sondein sein Vermögen zugesetzt habe, ist mehr als wahrscheinlich.

Ak Martin Behamfs Sohn im Jahce ,519 in Nücnbecg war, seine Verwandten zu besuchen Hess er seinem Vater in der Kathar.nenk.rche einen Todtenschild aufhäno-en mit der Unterschrift • M

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dy sey. Dieser Schild welcher mit beseitigt wurde, als man an, Anfang dieses Jahrhunderts dieXdteu chill wwgenannter Kirche räumte, rüg das Wappen Behaim's und das seiner Frau, welches in einem Mlb«üen Scl'Mbestand, ,n dem drei goldene Sterne in schwarzen Kreisen angebracht waren Der Schild i , f ?vorhanden. Auch stiftete er in dieselbe Kirche zum Andcnlr«, ■ , . ' er 11111 ,s « nicht mehr

an einer Kette vom Gewölbe der Decke herabhte“ Dte S er I e H Z* 'T SrOSSCn eisCrae ” Lcud,ter ’ d “

Verwandtschaft und die Bildnisse des Martn Sin, „Tnetenr r? Wappe " dcr Bc, ’ aim ’ 8dl '"

die Inschrift- Serenissimi PortuanllZTuT n, Gemahlin Johanna de Macedo. Um den Reif stand

die Inschritt. geraum«« PortuyaUe Regt, Martmus Belmmm, „die, nuratm Aßricams Mauras foHiler delcltavü etultra finem Orbis terre uccoravit. Am oberen Reife 1 a« .«an. r _ /uruior ucocuami ei

A~orum Catheriduni domini Ftandrü> 77 n • ■ • M mwi Portugaliae Regni jilia , insularmn

7 ’ f ^ ! Uandne nove. üaeor Domini Martini Bohemi Militis failiv memoria. Auch dieser Leuchter

wurde bei der Räumung der Kirche beseitigt und ist nicht mehr vorhanden. feuchter

Wie aus der Urkunde XII. zu ersehen ist, war den Nürnberger Verwandten der Tod Martin Behaim’s am30. Jan. 1507 schon bekannt. Der Sohn Martin Behaim’s hat sich daher in der Berechnung des Todesjahres seinesVaters, das er auf dem Todtenschild auf den 29. Juli 1507 angab, um ein Jahr geirrt; es muss heissen 29. Juli 1506.

8) Vrgl. Schäfer, Gesch. v. Portugal III. Band, S. 329.

9 } »Das ist ihre Art so, sagt er Urk. XXIV, hat Einer 10 Du-caten, so muss er schon einen schamlotten Rock haben, einen silber-nen Degen, eine Viola, die Nacht auf die Gasse z.u gehen, den Metzenzu hofiren. Denn die da Portugiesen geboren sind, da ist die Luft

vergiftet mit Hoffahrt.“ Urk. XVIII: »Es sind die hoffährtigsten Leutehier, so ihr findet mögt in der Welt; sie reiten den ganzen Tag aufden Markt und haben vier Knechte nach sich laufen, und wenn sienach Hause reiten, so essen sie statt Hühner und Gebratenem einenRettig mit Salz.»