feinen Gärten geben kann; daß eS nicht in seiner Machtliege, jene kühnen Formen der Natur, ihre fürchterlichenSchlünde, ihre überhängenden Felsenwände, die dieSchritte des Wanderers verdoppeln, ihre Meilen langeSeen und Cataracten :c. durch Nachahmung, wie auchschon gesagt wurde, zu erreichen.
Von solchen Krafterzeugungen der Natur könnteder Mensch höchstens ein künstliches Modell liefern,welches aber weder tauschen, noch den allergeringstenSchauer erregen würde.
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Die Kunst sollte also ihren Strömen in den Gär-ten nur 52 bis 80 Fuß Breite geben; ihre Seen solltesie nur bis auf 22 oder zo Tagwerke groß, ( das Tag-werk, oder Morgen zu 42,200 □ Schuhen gerechnet,)ausdehnen. Beide Gegenstände würden nach diesenVerhältnissen nicht zu klein hervorgehen, umso weniger,wenn die Kunst weiß, sie durch Täuschung noch größer,als sie wirklich sind, erscheinen zu machen.
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Uebrigeus sollte man keinen See anwenden, wenndiesem nicht wenigstens 18 Tagwerk Wasserfläche ange-wiesen werden können, oder sich, im andern Fall, miteinem Teiche begnügen, der dem ersten am nächstenkömmt und keinen so großen Wasserspiegel erfordert.Rieselnde Bäche, die unter Gemurmel durch Wälder undHaine eilen; die sich bald den Wegen nähern und dannwieder iu'S feyerliche Dunkel zurücktreten; Bäche, die un-ter Felsen-Massen hervorrauschcn, und dann ruhig undstille dahin gleiten, bis das liebliche Thal sie dankbar