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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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di« Pfeil«« in der Fingalshöhle rc. bestehen. In diesenGrotte» bilden sich auch die wunderbarste» Gestalten;meistens hängen an den Decken lange Zapfen, mit un-zähligen Prismen von glatten Spiegelflächen umgeben,welche die sonderbarsten Lichterscheinungen, durch diemancherlei verschiedenen Strahlenbrechungen und Re-fleren erzeugen, herab, und die auch oft den Boden er-reichen und gleich Säulenstämmen die Decken zn stü-tzen scheinen. In Grotten der Art schafft sich die Phan-tasie eine Zaubrrwelt, die Wohnungen der Nymphen, rr.

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ES giebt auch noch andere künstliche Grotten, wel-che die vormaligen, regelmäßigen Garten zierten, unddiese waren bald in Gebäude» selbst, bald in Nischen,und bey Fontänen angebracht; solche Grotten haben sichaber immer grotesk und nie natürlich ausgedrückt.

Gewöhnlich bewiesen diese barocken Formen derBaukunst, mit dem bunten Gemengsel, aus dem Thier-,Pflanzen - und Mineralreich, welches die Wände beklei-dete, nur wenig Geschmack und eine sehr beschränktePhantasie. Man darf aber diese widersinnigen Grot-ten und Muschelwerke, die hier gemeynet sind, nichtmit den Mussivischen (mosaischen) Arbeiten verwechseln,sie stehe» weit unter diesen letzten und verdienen daherauch in den neuern Garten nicht mehr nachgeahmt zuwerden.