Die Zapfen der Fichten zierten da- Ende derThyrsusstäbe der Bachantinnen, beim Auge des Bck-chus und bei den Bachanalien.
Die Cypresse ((lupressus rempervirenr) , war einBaum der Trauer, den Apoll aus dem Grabe des Cy-parissus hervorsprosscn ließ, dem Pluto, der Proser-pina und dem Sylvan heilig.
Auch die Ulme, oder Rüster (Ulmus campestris)wurde auf Gräber» gepflanzt. Unter der Ulme beklagteOrpheus den Tod der Eurydice ; an einem Ulmbaumversuchte Diana zuerst ihre Pfeile; sie war auch denEumenieden, den Furien, mir der dunkeln Erle (Be-tula alnus) geweiht. In Pappelbäume wurden diedrey Heliade», oder Sonnentochter, Lampetzia, Phä-tusa, und Aegle, die ihren, von Jupiters Blitzenerschlagenen Bruder, den kkiaeton, beweinten, verwan-delt. Dieser Baum kann daher, und weil er auch,gleichwie die Cypresse eine Pyramide Form bildet, stattdieser, ohnehin einem bei uns im Freyem nicht ansdau-rendem Baume, bei den Gräbern oder Trauer-Mälernseine Stelle finden. Die Pappelbäume waren auch nochdem Herkules und dem Merkur zugeeignet.
Die Trauerweide (Salix babilonica), kann vor-züglich bei Grabhügeln angewendet werden. Der Cha-rakter dieses Baumes hat wegen seinen, sich fast senk-recht zur Erde herabhältgenden Aesten, ein traurigesAnsehen , und ist daher unter allen Bäumen fast der ein-zige, der den Schmerz zeitlicher Trennung am sinnlich-sten ausdrückt, ohne jedoch den düstern melancholischenCharakter der Cypresse, oder des Eibenbaumes (Taxusbaccata) anzunehmen, weßwegen er auch in den Gär-