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schmücket die Religion ihre Altare; mit ibr werden derunschuldigen Braut, den Grazien, der Liebe, der Freund-schaft, Kranze gewunden; nur allein der Jugend undder noch blühenden weiblichen Unschuld dient sie zum pas-senden Schmuck. Sie gehöret auch dem Tode an, dennsie schmücket die Gräber und entblättert sich als Sym-bol der Vergänglichkeit und des Schmerzens bei der Ur-ne, die die Rcsic seltner Tugend bewahrt.
Die Lilie, (Lilium candidum) war der Juno ge-weiht , sie ist das Symbol der Reinigkeit, der Unschuld,der Sittsamkeit und der Hoffnung.
Das Veilchen, (Viola odorata ) war der Cybele zu-geeignet und diente auch den Gräbern zur Zierde. Anden Säumen der Gebüsche sollte dieses so wohlriechendeBlümchen, und besonders in der Nahe der Landhäuserin Menge gepflanzt werden. Die Hausgötter, Laren,wurden mit dem Veilchen und Rosmarin geschmückt.
Vergißmeinnicht, (Myositis scorpioides) könntedie Denkmäler, die der Liebe und Freundschaft errichtetwerden, bekleiden, und die Ufer lieblicher Bache schmücken.Das DreifaltigkeitS-Vlümchen, (Viola tricolor), gehörtauch der Liebe an.
Die Hyacinthe darf bei dem Tempel des Apollund der Ceres angewendet werden, auch zum Schmuckder Gräber dienen.
Die Narcisse, war der Ceres, der Proserpina , undden Eumeuiden geweiht.
Der Safran, (Carlliamus tinctonus) gehörte derCeres und den Cumeniden an.
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