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Denn Erbauen der Ruinen sollten daher schon Steinegewählt werden, die durch die Zeit benaget, Ruinengleichen, wie z. B. der Duftstein. Die Mauern müssenauch von solcher Stärke und Dicke seyn, daß sowohl dieSprünge, wie die andern Zeichen von Alter und Bau-fälligkeit, ohne Gefahr und nach ihrer erforderlichenTiefe gleich mit angeleget und ausgedrückt werden kön-nen. Man sollte auch aus den Resten solcher Gebäude,bald ihre vormalige Bestimmung und wie sie früher imwesentlichen konstruirt gewesen seyn mochte», ziemlich be-siiinint errathe» können. Daher müssen auch die herab-gestürzten Reste au jenen Plätzen liegen, wo sie außerallein Zweifel herabgefallen seyn müsten, und die leerenStellen müßen anzeigen, wo diese früher hingehörthaben.
Solche Bruchstücke dürfen daher nicht willkührlichuinbergestrenet werden, auch hüte man sich, diese vonandern Ruinen zu entlehne» (wie Gesimse, Sänken, Kapi-tälcr tu dgl.) weil man nur zu bald entdecken würde, daßsolche heterogenen Theile dem erbauten Ruin nie ange-hört haben konnten. Um aber diese Wahrheit soviel mög-lich hervorgehend zu machen, so sollte die Anlage eineskünstlichen Rnin's nach einem bestimmten Plan ausge-führt werden, und die rninirten Theile durch eine zwei-fache Verfahrungsart hervortreten, nämlich, es brau-chen jene große» durch die Zeit eingestürzten Theile alseingefallene Mauerstücke, Gewölbe, Kuppeln :c. nichtergänzt gebaut zu werden, um sie nachher wieder ein-schlagen zu müßen: sondern diese Theile sind gleich tutBauen schon auszulassen, weil im andern Fall, und wennmau diese Zerstörungen durch Instrumente bewirken woll-te, der Bau zu sehr erschüttert und ein gefährlicher Ruin