werden könnte: z. B. eine Kuppel, die nach der Zeich-nung nur beinahe noch etwas über die Hälfte erhaltenerscheinen soll; eine zum Theil fehlende Mauer, odereine andere, wo nur mehr Htel ihrer vormaligen Höheübrig ist rc. kann gleich so erbaut werden. Wenn beieinem Fronton mehrere Gesimsstücke mangeln, oder wennbei einem Fenster der Sturz und das Gesims eingestürztist, so hat man nicht nöthig, diese erst aufzulegen, umsie wieder heruuterzuwerfen, sondern solche Bruchstückekönnen gleich dahin geworfen werden, wo sie sich nachden Gesetzen des Falls befinden müsse».
Die zweyte Verfahrungsart ist, daß der Erbauereines solchen Ruins, nachdem das ganze Werk vollen-det worden, alle einzelne Theile z. B. die Gesimse, welchesich noch zu scharf profiliren, mit andern, die zu neu er-scheinen , durch einen »fernen Schlegel nach Angabe desKünstler und nach den angemessenen Standpunkten rui-niren läßt. Solche Brüche durch deu Schlag hervorge-bracht und folglich durch Zufall gebildet, kommen aller-dings der Natur weit naher, als jene Brüche, die dieKunst durch den Steinmetzen würde heraushauen undbilden lassen: ähnliche Brüche und Sprünge täuschennicht; sie sind erkünstelt und entfernen sich weit vonder Natur und der Wahrheit.
Aber der Künstler muß auch mit der Art und Wei-se wie, und wo die Zeit vorzüglich zerstört, ebenso ge-nau bekannt seyn, als mit der malerischen Wirkung, dieseine Brüche und Sprünge mit den gänzlich mangelndenBautheilen von dem Standpunkte, aus welchem sie ge-sehen werden müsse», hervorbringe» sollen. Mau glaubtoft in der Nahe mit einer viel zu kühnen Hand zerstört