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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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44
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schwerlichkeit den Wanderer endlich zu djestn Resten dergrauen Borzeit bringen, sind ihnen eher angemessen.

12 .

Auch Trauer-Monumente verdienter oder uns theuergewesener Personen können die Garten zieren und unsereErinnerung an sie lebhaft wecken; nur glaube ich nicht,daß Garten wirkliche Grabstätte aufnehmen sollten, ob-schon man viele Beispiele ausweisen kann, daß sie Ver-storbenen zum Ruheort dienen musten. Die eigentlicheDestimmung der Garten ist doch wohl eher, daß sie er-heitern und belustigen, als uns mit der Nichtigkeit unddem Aufi)eren betrüben und beängstigen sollten.

Z. B. im Jahre 178Z, starb entfernt vom väter-lichen Hause die Zierde ihres Geschlechts, die durch Geistund Körper so liebenswürdige Gräfinn Louise von Er-bach, eine gebohrne Gräfinn von Leininge». Der nunauch verlebte Vater, der biedere teutsche Fürst von Lei-ningen Türkheim, der die Seelige so innigst liebte,ließ in seincin Garten zu Türkheim , ihren unvergeßli-chen Tugenden und dem zärtlichen Andenken an sie, einDenkmal in folgendem Charakter errichten.

Zwei schwermuthsvvll einhcrschreitcnde Trauerwei-ber bringen auf einer Bahre die Urne, welche die theu-ren Reste der Verlebten scheinbar enthalt, dem Vaterzurück.

Ei» Trauertnch mit einem kräftigen Faltenwurf ge-zeichnet, bedeckt die Bahre und überhangt die Urne biszu dem Tbeil, wo der Verklärten Name Louise einge-grabcn steht.