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nur sollten im letzten Fall die Wiederlagen jedesmal ausStein gefcrtiget werden; damit, wenn die Brücke bau-fällig geworden ist, und eine neue an die Stelle tretenmich, man diese nur auf die bereits aus Stein beste-henden Wiederlagen aufzulegen braucht, wodurch dannsowohl die Ufer als ihre Pflanzungen erhalten bleiben,und die Uebcrfahrt um so geschwinder wieder hergestelltwerden kann.
2.
Ich kann hier die sogenannten Prügelbrücken, undPrügel-Gartenbänke, die auS natürlichen Vanmasten mitihre» mit Moos bewachsenen Rinden überzogen, zusam-mengefügt find, uird die man in so vielen Gärten nochso oft antrifft, »icht unbemerkt lassen.
Solche Brücken haben erstens gar keinen Kunstwerth;ihre Verbindung ist nicht dauerhaft, vielmehr gefährlichund ihr Ansehen ärmlich. Ebenso verhält es sich mitden schmutzigen Gartenbänken ähnlicher Art, wo an dendürren rauhen Aesten die Kleider hangen bleiben, zerris-se» und verunreinigt werden.
Allein man findet, außer obigen Spielwerken, nochandere dergleichen, welche den belfern Geschmack ebensosehr, wie die Prügel-Brücken und Prügel-Bänke belei-digen , und den Garten der .Natur nicht den allergering-sten Kunstwerth beilegen. Hier folgen nur einige Bey-spiele aus Garten, die ich selbst gesehen habe, aberaus Achtung für ihre Besitzer nicht nennen darf.
In einem hohlen dürren Eichstamme stand ein ausHol; geschnitzter Einsiedler, der in der Bibel las, ver-steckt; man wurde aufgefordert, eine kleine Thüre an die-sem Baum zu offnen, und erhielt dann einen derbe»