Buch 
Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
Entstehung
Seite
48
JPEG-Download
 

ten , daß ein englischer Garten schlechterdings nicht ohneeine Eremitage bestehen, oder diesen Namen verdienenkdnnte. Mochten sich doch die angehenden Gartenkünst-ler hüten, solche kindische Erfindungen nachzuahmen, nochzu glauben, daß alle Gärten in England ähnliche Dingeaufstellten.

Allein beim Anordnen und Errichten dieser so ver-schiedenen Bangegenstande muß man aber auch denstrengsten Bedacht nehmen, daß diese nie von einemStandpunkte aus und zugleich gesehen werden. Da woder Tempel des Amors auf einem lieblichen Hügel un-ter Rosengesträuchen thront, sollte kein Tempel von ei-ner andern Gottheit, kein anderer Bausiyl, keine gothi-sche Ritterburg, kein Monument der Trauer, :c. mehrgesehen werden, die Brücken ausgenommen, weil diesenur den Wegen und Strömen angehören, und mit denBesiimnumgen anderer Gebäude nichts gemein haben.Diese so verschiedenen Bau-Charaktere würden sich auchganz widersprechen und nie in einen bildlichen Ver-ein gebracht werden können, um so weniger, da raauch die Umgebungen jedem Baustyle besonders anpas-sen und nur diesem ganz allein angehören müßen',auch weil durch das unerwartete Begegnen eines neuenGegenstandes der Wanderer nicht allein angenehm über-rascht wird, sondern weil auch sein Genuß sieh dadurchvervielfältiget und erhöhet.