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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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hjgkeiren, natürliche Garten zu erfinden, halten mit je-nen der Ausführung gleiche Schritte, und setzen diesel-ben Eeschicklichkeiten und Wissenschaften voraus.

IX.

Ueber das Ausstecken und Zeichnen derFormen und Umrisse der natürlichenGärten, mit Rücksicht auf Charakterristik, Wirkung u«nd Schönheit.

Nach diesen vorhergegangenen Studien der örtlichenNatur und darnach gefertigten Entwürfen, wo sie nö-thig waren, findet sich nun der Künstler im Stande,die wesentlichen Umrisse und Formen seiner ländlichenBilder, die er zu erschaffen gedenket, auf dem Platzselbst aufzuzeichnen und auszmstecken, und das Werk derAusführung zu beginnen. Es' lassen sich zwar nicht alleFormen der Natur mechanisch bestimmen und ausstecken,weil sie sonst erzwungen und' folglich der Natur nichtähnlich erscheinen würden, z. B. bei Hügeln, die sichallmählich unter sanft gebogemen Linien herabsenken undunvermerkt ihre konvexen Fornnen, mit den konkaven ei-nes Thales vertauschen müssem; diese unsichtbaren Schei-dungSlinien beyder Formen, dieser zarte Uebergang derHügel zu den Thälern kann »richt durch Stäbe bezeich-net werde», weil man Gefahir laufen würde, einen er-künstelten, statt einen naturrlichen Uebergang zu be-wirken.