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X.
Die Str-me und Bäche zu zeichnen und »auszuftecken.
1.
So bald die Ströme einmal die Breite von iooFuß übersteigen, dann sind sie eben in den Gärten nichtmehr des gewöhnlich beschränkten Raumes und der da-für zu leistenden großen Kosten wegen, und weil auchdie minder breiten Flüße mehr Reiz und Vergnügen ge-wahren , anwendbar. Allein, wenn der Künstler auchnicht vermag, seinen Gärren große Zlüße zu geben, sosollte er doch alles aufbiethen, daß seine Anlagen nichtohne Wasser, das heißt, nicht ohne Leben bleiben.
Das Wasser ist die Seele eines Gartens: wo sichdieses findet, da läßt sich auch die Philomele mir al-len übrigen Sängern der Wälder hbren. Da schmücktsich die Natur mir ihren lebhaften Farben, und Flora-Kinder erscheinen im bunten Gemenge am murmelnde»Bach.
2 .
Die breitem Flüße bezeichnen aber einen ganz an-dern Lauf, als die schmälern Bäche, und je breiter siefind, je großer und majestätischer muß sich ihre Strom-Linie entwickeln, weil nur kraftvolle Hindernisse vermö-gen, ihrem Lauf eine andere Richtung zu geben. Beikleinern Bachen ist dieses aber der umgekehrte Fall, einjeder unbedeutende Widerstand vermag ihren Lauf baldzur rechten, oder linken Seite zu leiten, was auch dieUrsache ist, daß die kleinen Bache in der Natur mit sovielen Krümmungen gezeichnet find, die sie von den