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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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grdßern Bächen und Flüßen besonders unterscheiden.Beim Ausstecken der breiten Flüße muß daher der Künst-ler die Ufer-Linien im großen Styl, mit ausgedehnten,aber nicht stark und nicht zu oft gebogenen Wellen-Li-nien, und uncer beständigem Wechsel der Formen, kräf,tig und kühn auftragen.

Die beiden User-Linien der Flüße und Bäche dür-fen auch nie rein paralelle gezeichnet werden, noch we-niger dürfen sie ihre nämlichen Umrisse wiederholen.Auch da bleibt die Natur ihren Grundsätzen treu; wel-ches die nachahmende Kunst eben so genau, wie sie be-obachten sollte.

Wenn daher das rechte Ufer des Stromes einengroßen Bogen auswärts nach dem festen Lande hin be-schreibt ; dann muß freilich das linke Ufer, ebenfallsStrom einwärts nachfolgen; allein diese Bogen dürfensich nie gerade gegen einander über zeigen, sondern siemüßen bald etwas mehr unten, oder mehr oben und je-desmal in geänderten Formen bewirket werden, wennsich solche Flüße der Natur nähern und für ihr Werkgehalten werden wollen.

Z.

Bei Strömen, wie bei Bächen, sind in den Gär-ten die nieder» Ufer und obschon sie selten einen ma-lerischen Werth haben, doch den hohen und steilen weitvorzuziehen, weil erstere dem Auge mehr Wasserflächezeige» und auch nicht so leicht Grundbrnche verursachen,die einen schauerliche» Anblick darbiethen, und auch demLustwandler gefährlich sind. Unter den hohen Ufern sindaber jene nicht zu verstehen, die die Natur oder dieKunst aus Felsen gebildet und mir schonen Gesträuchen