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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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63
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überhangen hat. Solche Ufer geben den ländlichen An-sichten einen sehr hohen Werth, weil sie sich durch Cha,rakter von Festigkeit und Dauer, durch Kontrast mit sanf-tern Gegenständen, durch schauerliche Kluften, durch denbeständigen Wechsel von Helldunkel und endlich durchihre eben so mannichfaltigen als angenehmen Formenund Färbung so vortbeilhaft auszeichnen, daß man die-se Art Ufer nicht oft genug anwenden oder benutzenkann. Bei Strömen dürfen auch keine Ausbrüche oderBuchten, wie bei Seen statt finden. Diese würden dieVermuthungen erregen, als wollte sich der Strom ei-nen neuen Lauf dffnen und hätte sich zu dem Ende die-se Uferbrüche vorbereitet.

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Auch nehmen die Ströme nur äußerst selten Inselnauf; ist aber dieses der Fall: dann dürfen sie niemalsganz in die Mitte gelegt werden. Solche Inseln undStröme sind auch gewöhnlich von länglichter Form, diesich nach der Fluß - Linie zu richten scheinen und anden beiden Enden eine schmälere Form annehmen.

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Diese Ströme, so wie die Bäche, Seen und Teichemüssen aber mit dem Zeichenstabe und so viel immermöglich gleich durch bestimmte Linien in der Natur (weil hierdie Erde ausgegraben werden muß, und welches nichtanf'S geradewohl unternommen werden darf) entworfen,und auvgesteckt werden, wozu dann der Plan zwar diewesentlichen Umrisse zeiget, die aber nicht ängstlich,sondern mit Rücksicht auf natürliche bildliche Wirkungauf örtlichen Charakter, nachgeahmt werden sollten.