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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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IV. Capit. Von derEntdeckung u. Fortleit des Waſſers. o

dran in ihrer Rundung 7. Linien dick ſeynd, koͤnnen ſie der Schwere oder Druckungaer 25. Fuß hohen Waſſer⸗Saͤule vollkommen widerſtehen.Ste Die irdenen Roͤhren wohl aneinander zu binden, nimmt man durchgeſiebtesf kein⸗Mehl,(Ciment) oder zarten Sand, oder auch von Kohlen gereinigten Ei-0 Zunder oder Sinter; verſetzet eine von ſolchen Materien mit in gleichen Theilenſumen geſchmoltzenen gelaͤuterten Hartz und Wagenſchmier, und wenn dieſe Maſſeü kochen anfaͤngt, ruͤhret man ſolche ſtarck untereinander, und ſtreuet von einemhogleichen kaum gedachten Pulver oben drauf, ſo lange, biß man ſiehet, daß ſichjede ompoſition in Faͤden aufziehen laͤſſet, als wann es Terpentin ware: Alsdannlüſſer man es in eine Kuffe aus, und läſſet es erkalten ſchlaͤgt es in Stuͤcken entzwey,wi laͤſſet ſolche wieder auf dem Feuer ſchmeltzen, wenn man ſich dererſelben bedienen. Faͤnde man aber, daß die Kitte gar zu trocken oder zaͤhe waͤre, und ſich nichtchene mit denen Roͤhren verbinden wollte, muͤßte man ſie nochmals ſchmeltzen, undgbeas Schaaf⸗Fett oder Nuß⸗Oel darunter miſchen. Hundert Pfund von dieſertolle koſten ohngefehr zwölf Francs, und man braucht etwan bey drey Pfund vorBundt, bey denen Roͤhren, die 4. Zoll im Diameter weit ſeynd, und ſo auchdenen uͤbrigen nach Proportion ihrer Muͤndung, mehr oder weniger. Dieſeſcherdte werden mit Hanf formirt, und man braucht deſſen zu 100. Toiſen oder0 chuhigten Ruthen von denen kaum gedachten Roͤhren, ohngefehr 3. 5d. Obmer Sündte gut gemacht ſeynd, erſiehet man daraus, wenn man mit ſachten Ham-0 Schlagen etwas von dem gebrauchten Kitte herabſchlaͤget, und zuſiehet, ob ſichelbe mit dem irdenen Roͤhren⸗Zeug gut verbunden hat. 1der. Wann die Roͤhren F. bis 6. Zoll im Diameter weit, und mithin gar zu ſtarckfir groß ſeynd, ſolche mit Feuer⸗Kitte zuſammen zu binden, wegen der Schwuͤrig-000 le zu erhitzen und nachmals gute Buͤndt zu machen; ſo bedienet man ſich einerwoern Kitte, welche aus Kalck und Stein⸗Mehl beſtehet; mit dieſer beleget man ſo-hu den innern Theil des Einſchliefs der einen Rohre, als auch den zugeſpitten Theil1 andern, welchen man ſo lange durch Hin⸗ und Herdrehen in den Einſchlief hineinlaber, bis die Rande aneinander ſtoſſen, und die Kitte uͤber dieſelbe heraus tritt:

ben bedienet man ſich der ausgetretenen Kitte ſelbſt, zur Verfertigung eines0 8.

de 1 E 2„Ich will nur noch dieſes mit beruͤhren, daß, ehe man die Roͤhren wuͤrcklich

he, man das Erdreich wohl abebenen, und ſo viel als immer moͤglich, ales dasje-

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dan die

debeben Ringe verſehen, alsdann ſich folgends der Schraube und Schrauben⸗Mutter

ge aus dem Wege raͤumen muß, was dem freyen Lauf des Gewaͤſſers hinderlich ſeyn10. orbey dag dieſes mit in Obacht zu nehmen, daß man die Roͤhren in einendwgſam tieffen Graben eingrabe, daß ſie von allem Froſt geſichert ſeynd: welchem0 0 dieſes hinzufüge, daß, auf was vor Art man auch immer eine Waſſer⸗deitungdale, man doch niemalen den Leit⸗Graben eher ausfülle, bevor man nicht die Röͤh-den robiret habe, ob ſich nicht hier und dar noch ein Mangel oder eine Oefnung fin-mochte, alto ſich das Waſſer verliehren koͤnte. Dieſer Probe wegen verſtopffetWaſſer⸗Leitung an dem allerniedrigſten Orte, und richtet die Sache ſo ein,G5 ſie den Nachdruck einer ſolchen Waſſer⸗Saͤule aushalten muß, die um einigeühe hoͤher iſt, als die Saule, die eigentlich in der Leitung ihren Lauf haben ſol.laaucg d 369. Die eiſernen Rohren ſeynd nur erſt ſeit dem Jahr rode. im Ge, Gebrauch dererd Mönf. Francini iſt zuerſt darauf gefallen, gaben mnkenrer Ae 0 de Are kiſernen Koͤhren.ge i iniglich dre uhe, und ſeynd dieſelben mit einer An 5ſhen, diene der Beſchafende ihrer ündangen e Che1 eine Roͤhre an die andere fuͤget, unterſuchet man vorher, ob die e 5debe eiserne Körner oder Buckeln, die man vorher wegthun muͤßte, oder auch ande-unmzesularitäten an denen Roͤhren ſeynd, welche verhinderten, daß die Raͤnde nichtſihaltelbar aufeinander zupaſſeken. Deshalben gebühret ſich, daß die Lappen aufald ſich ſo auf einander fuͤgen, daß ohngefehr noch zwey Linien fehlen ehe ſſe ſichunader völlig berühren, damit man denen Ungleichheiten, die 5 Juſammenfüͤ-den den hinderlich ſeyn, helffen konne, welches nicht eher geſchiehet, bis man auf de-Lappen eine Lage von kalter Kitte ausgebreitet, und ſolche auch noch mit einein le-

ienet, die von gutem Eiſen gemacht ſeyn muͤſſen. e aF. 1370. e d ene Eſen gut iſt, wie dasjenige, welches man Die Stärcke die-

90; 2 8 i0 enen Eiſen⸗Huͤtten aus der Normandie bekommt; ſo giebt man denen Roͤhren ſer Röhren, ihre

J. din Jollen im Diameter, 4. Linien zur Dicke; denen von 6. Zollen im Diameter, Schwere und

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1 alien abri zꝛc. Zollen, deren Dicke von Eiſen Preiß nach Toilen

ö und ſo auch denen uͤbrigen von 8, 10, 12. 2c. Zollen, d

0 dem 115 1 eine Linie berſtärckel wird, ſo wie ihr Diameter um 2. Zoll zu⸗ 5

it. Uebrigens muß man Acht haben, daß man dieſe Roͤhren von denen 5C;