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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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. Capit. Von der Entdeckung Uu. Fortleit. des Waſſers. 21

ache von aͤuſſerſter Wichtigkeit iſt. Weilen dieſe Sache aber auf verſchiedenen Um-

nden beruhet, die noch gantz und gar nicht gruͤndlich genug ausgemacht zu ſeyn8 einen, ſo will es mehrerer Deutlichkeit wegen noͤthig ſeyn, daß wir von dieſenSa hen gleichſam gantz von vornen anfangen. 0

§. 1392. Ohngeachtet ich in dem 342. f. allbereit geſagt habe, der Werth NoͤthigeAbhand-

aum waſſer, Fol ſehe 14. Pinten, jede zu zwey Pfund ſchwer, und das Pfund zu lung wegen des

. 5 i a 1% eh Waſſers⸗Zolls de-in Janzen gerechnet, und alle dieſe 14. Pinten waͤre diejenige Menge Waſſer die er Brunnen ei0 Zeit einer Minute ergoſſen haͤtte; So erachte dennoch vor ſehr noͤthig, allhier mit ſer. 8

malfähren, daß dieſes Maaß bis anhero einen ſehr zweybeutigen Verſtand gehabt,

auen die Brunnen⸗Meiſter weder auf die Zeit, welche das Waſſer mit dem Heraus-

3 iffen aus einem Eich⸗Loch zubringet, noch auf dieſenige Menge Waſſer, die in dieſer

ant herausgelauffen, gantz und gar nicht geſehen, ſondern ſchlechterdings nur darin-5 mit einander ubereinkommen ſeynd, diejenige Menge Waſſer einen Waſſer-85 zu nennen, die in vollem Guß zu einem Eich⸗Loch herauslaͤufft, das einen Zoll

bei ameter weit, und in einer ſenckrechten Flache angebracht iſt, ohne im mindeſten0 9 2 0

e darum beſorgt zu ſeyn, wie hoch in Anſehung derer vorgemeldeten Umſtaͤnde,

de Oberfläche des Waſſers hinter der ſenckrechten Flaͤche, oberhalb dem obern Theil

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uͤndung des Eich⸗ Loches unterhalten werden muß, ſo daß, wann ſie die Waſ-

ue Ausgabe einer Quelle abeichnen wollen ſie durch ein Brett verſchiedene Locher

9 bohren, die im Diameter einen Zoll weit ſeynd, und mit ihren Mittelpuncten 0ammt auf einer horizontalen Linie ſtehen, welche ſie alsdann mit Zapffen verſtopffen.

10 0 ſie ſich nun dieſes Bretts bedienen wollen, ſo machen ſie eine Art von einemleinen

Damm, damit das Waſſer nirgends als durch die kleinen Eich⸗Locher durch-fen kan von denen ſie immer eines nach dem andern eroͤffnen, bis ſie ſehen und

* 11 enehmen, daß die Oberfläche des Quell⸗Waſſers an denen Eich⸗Loͤchern ohnge-

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gabe der Hoͤhe ihres obern Randes ſtehen bleibet: Alsdann beurtheilen ſie die Aus-habe oder 00 5 Waſſers aus der Anzahl derer Eich⸗Loͤcher, die ſie offen laſſen.1 0 80 Wann nun die Brunnen⸗Meiſter auch diejenige Menge Waſſer abeichnen

105 len„die geringer iſt als ein Waſſer⸗Zoll; ſo bohren ſie in eben das Brett noch an-

in kleinere Löcher, die elwan 11, 10, 9. oder 8. Linien ꝛc. im Diameter weiter ſeynd,0 deren Mittelpuncte auf eben der Anie ſtehen, wie die Eich⸗ Locher, die 1. Zoll weit10 Damit ſie aber auch zugleich die Menge Waſſer, die zu dieſen kleinern Eich-kechern heraus lauft, ſchätzen und angeben koͤnnen, haben ſie den Waſſer⸗Joll, in10 Waſſer⸗Linien eingetheilet nemlich, in eben ſo viel gleiche Theile, als ſich deren10 dem Quadrat des Diameterselnes in 12. Linien getheilten Zolls befinden. Alsdann,doilen ſte dahin ſehen, daß die Oberflache des Waſſers beſtaͤndig nur 6. bis 7. Linienguet von denen Mittelpuncten derer Eich⸗Locher abſtehe oder entfernet ſey, machen ſiede Rechnungen, und ſagen: Ein Eich⸗zoch von 1. Zoll oder r 2. Linien, giebt 144.Ur ſer⸗Linien, ein anders Eich⸗Loch, das 11. Linien im Diameter weit iſt, giebtbn Waſſer⸗Linien, ein Eich⸗Loch von 9. Linien, 81. Waſſer⸗Linien, ein Eich Loch

un Linien 64. Waſſer Linien u. ſ.w. Wann ſie nun verſchiedene Eich⸗Loͤcher

ich nem Joll Weite eroͤfnet haben, und ſie ſehen, daß die Oberflaͤche des Waſſersict in de aue 0h ſtehen bleibe, ſo machen ſie eines von dieſen Eich-chern wieder zu, und eroͤfnen dagegen eines oder zwey von denen kleinen Eich Loö-f die ſich am beſten darzu ſchicken, bis ſie nach und nach zu dem eigentlichen ge-hucten Eich⸗Maaß gelangen. Jum Exempel, wann das Waſſer zu vier Eich⸗zoͤchernans lauft, die einen Zoll weit ſeynd, und auſſer denen auch noch zu zweyen andern,

le enen das eine 9. Linien, das andere 2. Linien im Diameter weit iſt; ſo ſagen ſie

aun, die Quelle gebe 4. Waſſer⸗Folle und 85. Waſſer⸗Linien; in was vor einerfarc 10 diese 99918 A Waſſer mit einem andern bekandten Maaſſe idieſetediſt ihnen unbekandt. Vorjetzo haben wir noch zu unterſuchen urig, wo manbel Manier zu eichen hergenommen, warum man ſich derſelben vor andern Artenehet, und auf was vor Autorität ſie gegründet. 6

bon; erg. Von derjenigen Zeit an, da des Mons. Mariotte ſein Tractat Des Monſ. Ma-

wender Bewegung des Waſſers an das Tages⸗Licht getreten, ſeynd faſt alle Ma- rlotte ſein Expe-

19. 1 8 g üͤltig anzunehmen durch riment, durch wel-delcheriei miteinander uͤbereinkommen, ein Experiment vor gü 5 N en2 kaum gemeldeter Autor gefunden, daß, wenn die Oberflaͤche des Waſſers, 15 Waſſer Jol

Im eine der vertical stehenden Fläche beſtändig ſo hoch unterhalten wird, daß ſie nur ha angeben wol;00 eine Linie höher 1 1 als 46 be Thel oder Rand der Muͤndung eines Eich⸗ len.

He ur das einen Zoll im iameter weit, und in jetztgedachter vertical. ſtehenden Flä-Uüaloebracht 94 ſolchenfals zu dieſem Eich⸗Loch in Zeit einer 1 5 ohngefehr 14.

8 Waffer heraus lauffen, dadurch er 5 den Werth des bey denen e

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