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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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V.Capit. Von Aus zierung derer Gaͤrten. 49

——ů— ezus der Guß⸗Muͤndung D, durch die aus der Hohe AB extrahirte Quadrat⸗Wur-gel, exprimiret werden kan: Ich nehme aber hier die Hoͤhe des Waſſer⸗Strahls inzunſehung der Hoͤhe des Guß⸗Rohrs CD, vor ſehr groß an, und achte die Hoͤhes Guß⸗Rohrs vor ſehr gering. Allein, wann die Waſſer⸗Leitung, an ſtatt daßle gerades weges von B nach C fortgehen ſollte, vorher durch ein Thal gieng, und

ſo gleichſam den Heber AEG formirte, hernach aber erſt ihren Weg von Gach C naͤhme; alsdann kan die Geſchwindigkeit des Waſſers im Punct D, welcheſhlechterdengs nur durch die Differentz derer Quadrat⸗Wurtzeln aus denen HoͤhenA und KI. exprimiret werden kan und muß, bey weiten nicht ſo groß ſeyn als imaten Fall: Dahero wird auch der Waſſer⸗Strahl, an ſtatt daß er bis E in diebee ſteigen ſolte, kaum die Hoͤhe von! erreichen, und ſein Verluſt der Höhe an-

9 viel groͤſſer ſehn, als er natürlicher Weiſe ſeyn ſolte, und dieſes um ſo viel mehr,ſegroͤſſer der Unterſchied zwiſchen denen Hoͤhen MI. und KI. befunden werden wird.ind dieſes iſt dann auch die Haupt⸗Urſach, daß in verſchiedenen Gaͤrten die Hoheerer Waſſer⸗Strahle bey weiten nicht ſo groß iſt, als ſie doch wuͤrcklich ſeyn ſolte,peilen man ihren Verluſt der Höhe ſchlechterdings nur nach der Hoͤhe der Waſſer-fl oder des Sammel⸗Kaſtens erwogen, und auf den Weg, den die Waſſer⸗Lei-ung eigentlich nimmt, gantz nicht Achtung gegeben. 11 85 an1 Um zu zeigen, wie die vorhergehende Anmerckung zu nutzen; wollen wir an-ahmen die Hoͤhe ML. war 50. Schuh, und die Hoͤhe KI. waͤr 1. Schuh und 4.ol. So betragt alſo die Hoͤhe der Waſſer⸗Laſt ME, 34. Schuh 8. Zoll. Su-ben wir die Geſchwwindigkeiken, die in geit einer Secunde denen beyden erſten Abfal-6 oder Hoͤhen MI. und KI. zuſtimmen; ſo finden wir 54. Fuß 9. Zoll vor diea eſchwindigkeit, deren der Abfalls⸗Arm ABI. vermoͤgend, und 30. Fuß, 3. Zollsch die Geſchwindigkeit des Ausfluß⸗Arms GFL. Der Unterſchied dieſer Ge-windigkeiten iſt 24. Fuß 6. Zoll, und das iſt auch zugleich die Geſchwindigkeit,elche das Waſſer bey dem Ausgang aus der Guß⸗ Muͤndung D beſitzet, und die aufen Gefaͤll oder Abfalls⸗Hoͤhe von 10. Schuhen zuſtimmet.(F. 608.) In der vierdtenwlonne der vorhergehenden erſten Tabelle finden wir nun, daß der Waſſer⸗Strahlt hoͤher als auf 9. Fuß 8. Zoll ſteigen koͤnne, und derſelbe alſo in eben denen Um-enden ſtehet, als wenn er aus einem blos nur 10. Schuh hohen Sammel⸗Kaſtenfüllen Urſprung nehme: woraus dann alſo der Fehler zu erſehen, in welchen man ver-Win wuͤrde, wenn man ſolchenfalls ſogleich auf diejenige Hoͤhe oder Elevation desK aſſer⸗Strahls ſeine Rechnung machen wolte, die vermoͤge eines ſolchen Sammel-aſtens erfolgen kan, der auf 34. Schuh, 8. Zoll erhoben ſtehet.

a F. 1460. Die Waſſer⸗Leikungen an ſich ſelbſt, mogen uͤbrigens beſchaffen Warum der Dia.lun, wie ſie wollen, ſo koͤnnen die Waſſer⸗Strahle mit nichten eine ſolche Höhe er⸗weter der Guß,

ichen, die derjenigen ſehr nahe kommt, welche durch Berechnung gefunden wird

wofern nicht das Quadrat des Diameters der Guß⸗Muͤndung, durch die Geſchwwin⸗ f ne Ban

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elches demjenigen entweder gleich oder geringer iſt, welches erfolget, wenn das kung,Nuadrat des uten am Boden beg Sammel⸗Kaſtens angebrachten Loches, durch die-dige Geſchwindigkeit des Waſſers multipliciret wird, die es bey dem Ausfluß ausüben Loche haben kan, wie weir ſolches albereit im 732. 5. angeführet haben Unddierdem noch die gantze Sache recht wohl einzurichten, muß die Menge Waſſer, dieö„Waſſer⸗Leitung herbey ſchaffen kan, groͤſſer ſeyn, als die Menge, welche die Guß-gerandung zu ergieſſen vermag, damit man hierbey auf die im 1218, und 1219.5, an-wführten Umſtaͤnde Acht habe. Woraus man alsdann die Urſach leicht angeben kan,rum das Waſſer, wenn man den Aufſatz, in welchem die eigentliche Guß⸗Muͤn-dene angebracht, wegnimmt, bey weiten nicht mehr ſo hoch ſteiget, als vorher, ſon-

1 nur gleichſam eine niedrige Waſſer⸗Garbe formiret, wann es in vollen Guß5 N e, nach denen im 1459§. gemeldeten Umſtaͤn-Es folgt alſo, daß, wenn man, na l 1 n 590 die S dg D wegnaͤhme, und das Waſſer alsdann aus der Ausfluß.Mhbre in vollen Guß herauslauffen lieſſe, gewißlich noch viel fehlen ſollte, daß dasögteſſer im ſteigen eine Höhe von 9. Fuſſen 8. Zollen, ereichen ſolte, weilen dieſesile boͤchſte ware, was es thun konte, wann die Waſſer⸗Laſt vollkommen wäre, dasAug dann deſſen Geschwindigkeit wehrenden Herniederfallen und Eindringen in dieſluß⸗ Röhre, fast unempfindlich ware.

bon d Wann wir uns deſſen wiederum entſinnen, was wir im 1220. und 1221. f.dag senen Frietionen des Waſſers allbereit beygebracht haben; ſo werden wir ersehen,bed erburch eben ſo wohl die Hohe derer Waſſer⸗Strahle nicht wenig gemindert

e und dieſes um ſo mehr, je laͤnger die e an ſich ſelbſt 4

nei des aus derſelben herausſpringenden Waſſers multipliciret, ein Product giebt, der Waſſer Lei,