V. Capit. Von Aus zierung derer Gaͤrten. 59
/ ˙ PTFPTrTrTTPPPTFTFTFTFTFTPTTTw ß kTfTPTPTfTTſPdPTTPſVſPyſfſfſſſſſſſſffſfſfſfſꝓ́́ͤ—ꝗꝗꝛ„d!!!!!!—bis in den allerniedrigſten Ort, allwo es endlich zum letzten mal ſich in einem Canalzuſammen verſammlet, der zugleich die Stelle des Abfluſſes vertritt.
Seynd aber keine bequeme Oerter vorhanden, allwo man einen Sammel-
Kaſten in die Erde eingraben koͤnte; ſo muß man ohnumgaͤnglich einen von Bley freyin die Lufft in die Hoͤhe bauen, und denſelben mit guten Pfeilern von Mauerwerck,die durch Boͤgen zuſammen verbunden ſeynd, wohl unterſtuͤtzen, gleichſam auf dieArt, wie der Sammel⸗Kaſten am Waſſer⸗ Schloß zu Verfailles angeordnet, deralle die in dem Garten befindlichen lebendigen oder ſpringende Waſſer eintzig und alleinunterhaͤlt. Was nun aber die Erbauung eines ſolchen Sammel⸗Kaſtens anbelangt,
ſo darf man ſich nur nach demjenigen richten, was ich in dem 144. ö. allbereit des-halben ſchon angefuͤhret.
Mł,lonſ. Sirebeau hat im Fahr 1728. einen vortrefichen Nelervor oder Sam-mel⸗Kaſten von dieſer Art, mitten in dem groſſen Hofe des Toll⸗Hauſes zu Pariß,von Grund aus neu erbauen laſſen. Er iſt in einem gantz freyſtehenden Gebaͤude ein-geſchloſſen, welches inwendig 32. Schuhe lang, und a8. Schuhe breit iſt. DieMauern an demſelben ſeynd 22. Schuh dick, und gehen anbey zwey ſtarcke Balckenoder Durchzuͤge durch, von denen ein jeder durch einen ſteinernen Pfeiler unterſtuͤtzetwird, der 2. Schuhe ins Gevierdte ſtarck oder dick, und 20, Schuh hoch iſt. Dieſeſtarcken Durchzuͤge helffen den Fuß⸗Boden tragen, auf welchem der Sammel ⸗Kaſtenehet. Er iſt aus bleyernen Platten zuſammen geſetzet, und ruhet auf einer Einfaſ-ſung von Zimmer⸗ Hole um welche ein 3. Schuh breiter Gang herum gehet. Er iſt26. Schuß lang, 22. Schuhe breit, und 4. Schuhe tief, haͤlt 286. Mulds Waſſer inſch. Aus dieſem groſſen Sammel⸗Kaſten lauft das Waſſer in verschiedene andereleinere Reſervoirs, die in denen Kuͤchen, Kellereyen, Backſtuben und bey der Blei-che befindlich ſeynd, von daraus es noch weiter durch Leit⸗Roͤhren und Sperr⸗Haͤhnein alle diejenigen Oerter im gantzen Hauſe herum geleitet wird, wo man deſſen noͤthighat und nothwendig haben muß. Dieſes Waſſer gelanget dahin aus denenjenigenEich⸗Kuffen, die zu der Fontaine de la Charité gehoren, und dieſe empfängt wiederihr Waſſer durch die Stieffel⸗Wercke derjenigen Waſſer⸗Kunſt, die an der Bruͤckeotre. Dame ſtehet. Ich habe dieſes Exempel anzuführen, deßhalben vor gut er-achtet, damit man ſich von derjenigen Art einen Begriff machen moͤge, wie nemlichas Waſſer in einem groſſen und weitlaͤuftigen Gebaͤude wohl auszutheilen. Ichwende mich nunmehro aber wieder zu meiner vorhabenden Abhandlung.
n Was nun die Sammel⸗Kaͤſten oder Waſſer⸗Reſervoirs anbelangt, die manin die Erde eingraͤbet; ſo wird man ihre Conttruction, nach welcher ſie am beſtenzu bewerckſtelligen, aus der Conſtruction der Keſſel oder Balfins am deutlichſten be-urtheilen koͤnnen, welche ich nunmehro in dem folgenden umſtaͤndlich erklaͤren will.
1482. Betrachten wir die zweyte Figur des andern Kupffer⸗Vlatts: ſo die man dieerſehen 5 daß ſie den Durchſcuit eines Keſſels oder Ballins vorſtellet, dergleichen Keſſel oder Waſ-man in denen Gärten anzuordnen oder anzulegen pfleget, falls man verlanget, daß ie 1 1anacht wohl beſchaffen, und das Waſſer ſo gut, wie ec Ciel Ae Es ſevalkomten Wasſeynd gewißlich wenige Wercke, die mit ſo groſſer Sorgfalt ausgefuͤhret werden ſer halten.müſſen, als dieſe: Denn gelinget die Arbeit das erſte mal nicht gleich, ſo darf man
ich kene Hoffnung machen, die begangenen Fehler ſemalen gut auszubeſſern, undwird W che die gantze Arbeit von neuem anzufangen, ſich gensthiget ſehen.
5 e man den Diameter oder die Groͤſſe des Balis ſammt deſſen Tieffe Tab. 2.feſt ee letztere wir allbereit 20. bis 24. Zoll angegeben haben, ſo graͤbt Fig. 2. 2man alſobald eine Circul⸗ runde Grube, deren Radius oder Halb⸗Durchmeſſer um 83. Schuhe groͤſſer ſeyn muß, als der eigentliche Halbe⸗ Durchmeſſer des Baſſins wer-den ſoll. Eben ſo graͤbt man auch um 3. Schuhe tieffer als das Baſſin eigentlich tiefwerden soll. Aedaun leget man ein Grund! Lager bon Mauerwerck, ABB, an,welches die gantze untere Flaͤche der Gruben einnimmt. Das Grund ⸗Lager ſelbſtdber muß völlig von gebrandten Steinen und mit Cement⸗Moͤrtel, auf ra. Zollde getnacht werden: Denn die gebrandten oder gebackenen Steine ſchicken ſich vieleſſer, bey dem Mauerwerck eine ſolche bete Verbindung zuwegelubringen, dievermögend iſt, nichts vom Waſſer durchgehen J.. laſſen, als wenn man ſich hierzuwolte derer Bruch⸗Steine bedienen. Von eben ſolchen NMauerwerck macht man her-nachmals die Seiten⸗Wand, AC, BD. um dadurch das Einfallen der Erde zuverhindern, und formiret alſo erſtlich auf boch Weiſe eine Art von einer 8 02.
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