20 Waſſer⸗Baukunſt. Erſtes Buch.
Tafel II. nehmen, weil namlich allerley Waſſer aus dem Lande darein kommen konnte. Fuͤrs er-
ſen unter einander der Maillien⸗Bahn; dieſer letztere wiederum mit dem von Moere, vermittelſt des Vor?
hatten? den Lauf grabens, der zwiſchen beyden zu ſehen iſt und ſo auch dieſer mit dem von Fuͤrnes/a e ma, durch den Graben des Ravelins No. 23. daß alſo das Waſſer bald in dieſen bald wie-chen. deer in jenen Canal kommen konnte, ſo bald man die dazu gehoͤrigen kleinen Schleußenin den Bären oͤffnete, hingegen die Schleußen von Bergen, More und Fuͤrnes zu-ſchloß, und bey hohem Meere nur diejenigen, die man fuͤr dienlich dazu befand, er.
nete, damit das Waſſer in einen oder den andern erſchoͤpften Canal laufen konnte.
Man ſieht alſo, daß man zur Zeit der Ebbe, Fließ⸗Waſſer in den Hauptgraben derFeſtung bringen konnte: und eben hierdurch ware es bey einer Belagerung moraliſcheſWeiſe unmoglich gemacht worden, Bruͤcken nach den Breſchen zu ſchlagen; weil die
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— ſt hatte der Canal von Bourbourg einen Zuſammenhang mit dem von Bergen, laͤngſt
katerialien dazu, vom Waſſer zerſtreuet, und zum Theil ins Meer geriſſen worde
waͤren. Ich uͤberlaſſe es einem jeden, ſelbſt zu beurtheilen, wie ſchwer es ſey, eine 8.ſtung, die ſolche Huͤlfsmittel hat, zu erobern, wenn ſie von einem klugen und erfahr-nen Mann, dem es an nichts mangelt, und der ſich vor der Einnahme mit Sturmnicht fürchten darf, defendiret wird; wie wir ſolches, wann wir von der Defenſton-zu der Duͤnkirchen faͤhig war, reden werden, mit mehrerem darthun wollen. f
Vermittelt a 72. Von denen Bären, No. rr. 112. 113. 174. g. nus. und 117, iſt weitekdieſerRechanik nichts beſonderes beyzubringen. Ihr Gebrauch war, das Waſſer der Canaͤle von dem
der Schleuen Waſſer in den Gräben zu ſcheiden; als welches hierdurch unaufhörlich und unerſheng
konnte man auch 0 8 fdie Graben auflich wurde, weil dieſe Graͤben von allen Seiten her und taͤglich zweymal, durch dader andern Seite, Meer, Waſſer bekommen konnten, ohne daß der Feind ſolches hindern konnte, wenNach 120 dee 1d naͤmlich die großen Schleußen in der Stadt lagen, und folglich vor dem Feinde bedecktden waren. Nur dieſes merken wir hierbey noch an, daß der Baͤr No. 118. ebenfalls eineSchleuße in ſich hielt, vermittelſt welcher man das Waſſer in den Graͤben auf der 0
dern Seite der Stadt, umlaufen laſſen konnte, indem man es aus dem Cana 90Bourbourg, folglich auch aus allen uͤbrigen Canaͤlen zog, ſo daß es von der Baſtion
No. 20. an, bis zu der No. 4. an der Citadelle, lief, allwo der letzte Baͤr, No. 120,
angebracht war, vermittelſt deſſen und ſeiner Schleuße, das von oben her gegen
Waſſer ablaufen, oder auch das aus dem hohen Meere, wann der Graben trockewar, einlaufen konnte. ö
Noch ein anderer Baͤr mit einer innern kleinen Schleuße befand ſich nahe bey 5
Bruͤcke No. 31. an der Citadelle, durch welchen eben derſelbe e eck erreichet wurdk:
denn es befanden ſich vergitterte Oeffnungen unten an dh e twee altder Feſtung, den Enden der rechten Face des Ravelins No. 14. gegenuͤber. Aus wel,
chem allen der Schluß zu machen iſt, daß der ganze Theil Duͤnkirchens nach der 205wi dee ſowohl als der nach der Nieupoorter Seite, durch Waſſer geſchuͤswerden konnte. ö N
Gebrauch, wozu 73. Endlich war noch ein Baͤr mit einer ſolchen kleinen Schleuße bey No. 11351 Dieſer diente zu Ausfuͤllung der Kreecken, No. 84. Es ſind ese 1 Graͤben 5den ſind, um den man angelegt hatte um enen Feind zu hindern, wider die Fronte bey NO. 40. 1Zugang zu einer 17.Feſtungs? Fronte weſen, ſehr ausgetrocknet war: und aus dieſer Urſache wurden dieſe Kreecke von deare fenpläͤtzen, welche zur Defenſton weit vorgeruͤckter Poſten dienen, flanqulret. aſogar im Jahr 1708. der Anſchlag gemacht worden, in der Mitte eine große Redet
zu machen.anzulegen.
Vermittelſt derer 74. Weil das Waſſer im Hauptgraben vor der Fronte der Feſtung⸗ nach NitBaͤ n i 5 f 5 8 8 ieſe le-100 keen nampoort zu, einen Zuſammenhang mit dem Waſſer der Vorgraͤben hatte, e 37
tere ebenfalls mit dem Canal von Fuͤrnes, naͤmlich bey dem kleinen n die
Nieupoorter Sei-te 992 u lleber, Ba N 25 rigde beym leber Baͤren No. 57. 123. und 124. ſpielen ließ man einem Feinde unzaͤhlige S wier!
über den 5. zahli Te organg über den in den Weg legen konnte, wan er beh eiher Belagerung den Uebergang über den 25
V ben, große 8Lorgraben große graben und den Graben des Hornwerks No. 52. und 54. verſuchen Are 91 fenen/
Schwierigkei-een machen. Hauptwerk bey ſocchen Gelegengeiten iſt, daß die Ingenieurs ihre geſttenwiſſen: welches gleichwohl nicht allezeit geſchi il ſie ſich nicht genugbekannt gemacht haben. eztit geſchieht, weil ſie ſich nicht g 5
die Laufgraͤben fort zu ſetzen; immaſſen dieſe Gegend, welche ehemals molo Wal
o daß ſie ſich ale moͤgiche Bortheile, die ſie ihnen darbiethek, zu Mut em mit ih
(Stindam) wo eine Schleuße befindlich war; ſo ſleht man daraus„ daß wenn keiten