Erſtes Capitel. Nachricht von Duͤnkirchen. 21
it n Solche Kenntniſſe ſind fuͤr beyde Partepen in gleichem Grade wichtig. Denn es Tafel III.t noch ein Kleines l 10 Belagertr daß er einen richtigen Grundriß von einer See,——ſiltong habe, welche ſich vermittelſt des mancherley Waſſers ſo vielfaͤltige Huͤlfsmittel
15 Vertheidigung verſchaffen kann: er muß auch genaue schriftliche Nachrichten von
alem, was der Belagerte wider ihn vornehmen kann, haben. i
Vilig mußte i von dem Gebrauche derer in den Duͤnkirchiſchen Graͤben ange-biachen e geben, als welches Sachen ſind, die man gemeiniglich zu lehrſedachläßiget: denn ich gebe im zweyten Bande dieſes Werks die umſtaͤndliche Zer-5 derung etlicher Schleußen, welche ſich in dieſen Baͤren befanden; um damit einengericht zu geben, was unter waͤhrendem Baue derſelben beobachtet worden iſt.Ih eſchieht auch in der Abſicht, um recht kenntliche Beyſpiele von allen denen hydrauli-9, Wer en, welche zu einer See⸗Feſtung gehoͤren, darzuſtellen, daß ich mir habegoſlegen ſeyn laſſen, Duͤnkirchen hiſtoriſch zu beſchreiben, damit ich nämlich den ſehrdeußzen Unterſchied zeige, zwiſchen dem Zuſtande, wie es im Jahr 1663. ware, und1 ngen, worein es durch die Pracht Ludwigs des Großen gekommen war; auchfuͤr vortreffliche Ingenieurs Se. Majeſtaͤt gehabt haben.
8 f f Eigenſchaft undUnt, Das Kronwerk No. 73. 74. 75. welches im Jahr 1640. zu Bedeckung der gen sdaS und derer Canaͤle in der Stadt angelegt worden war, gab ebenfalls u gung deod
f 1„een Kronwerks, wel-ere betraͤchtliches Auſſenwerk für die Stadt ſelbſt ab. Es ſtieß mit ſeinen Seiten ches vor der Un;
Flügeln an die Canaͤle von Bergen und von Moere. Der Graben dieſes Werks ter⸗Stadt lag.ban dem Feinde ale erſinnliche e machen, und dieſes vermittelſt de-
0 den Bären No. 121. und 122. angebrachten Schleußen. Denn weil die itzt ge-trocken Canale, durch Bephüͤlfe der Schleußen von Bergen und von Moere, 1 5igkeit„bald von der Fluth angefüllt ſeyn konnten; ſo konnte man mit großer 0.Wee neues Waſſer in dieſen Graben einlaufen laſſen, ſo daß die Bruͤcken der Feindewil kiſſen wurden: wodurch dann die Eroberung dieſes Werks ſehr ſchwer gewordenVuiſen Ueberdiß lag vorwärts das Fort douis; und well dieſes nur ohngefaͤhr 800Sein beit 1 0 entfernt war, ſo 7 1 ile dcwiris bischen ſih 179 95
der haͤtte annähern wollen, im Angriffe rückt en.Nate wurde a zu dieſem Werke durch das verſchanzte Lager, das Hr. de
een im Jaß 6. anlegte, deſſen Umriß wir, nebſt dem vom Fort Louis in dem10 Grundriſe 8 Duͤnkirchen 9 der III. Tafel geben, weil beydes auf dem groͤſ-lein Orundriſſ(der II. Tafel,) nicht Platz finden konnte, um nicht das uͤbrige allzuſo d vorzuſtellen. Weil aber doch die Objecte ziemlich deutlich darauf zu erkennen ſind,wil gan die Beſtimmung und Nutzung der Werke darauf wahrnehmen kann ſoſtellune ſie hier eroͤrtern, damit ich nichts von allem weglaſſe, was eine richtige 17war on dem Zuſtande, worinnen Duͤnkirchen im Ankange dieſes Jahrhundertund dekeben kann. Ich ſelbſt habe den Glanz deſſelben im Jahr 1713. ehe die FeſtungVirübnen geſchleifet wurden, bewundert, und es iſt nicht moͤglich ſich deſſen ohnezu erinnern.
99. 9%% Die e Verſchanzung beſtand aus zwoen Linien. Die erſte, No. 86. 87. 88. Beſchreibung des
und 1 5 3 5 der Überſchwemmung der Schanze Fort. Louis, 0 1 95
hin aun de ſich an der Spitze der halben Baſtion bey No. 73. des Kronwerks, laͤngſt estigten Egeem Canal von Moere, welcher ihr anſtatt eines Vorgrabens diente. Und weil beyPosten oben Steindamme,(welches ein mit einer Redoute umſchloſſener avancirtermacht ar, der zu Bedeckung einer Schleuße, womit die großen Ueberſchwemmungenbenden, diente,) ein kleiner Quer⸗Canal, zur Communication der Canaleergen, angelegt war, wodurch eine ziemlich geraͤumliche Halb- Inſelage der legte Hr. de Vauban darein die Werke No. 91. und 108, wie ſie ſich zurauſtatt d Oerter ſchickten„ um hierdurch die Fronte 89, 90. am ſtaͤrkſten zu machen,die Fro daß ſi ſonſt die ſchwaͤchſte geweſen ſeyn wuͤrde, immaßen ſie vorher nicht, wiejen aleo daneben, aus Fort⸗ Louis und der Haupt⸗ Feſtung defendiret werden konn-du der 5 gon aber aus beyden fſanquiret wurden. So weiß ein geschickter Ingenieurdue eindefenſton der Werke, die er anlegt, ein Gleichgewicht zu beobachten, damit
f nicht wiſſe, wo er den Angriff thun ſolle..Dundee zweyte Lini 8. ff Canal vone, No. 93. 94. 95. 96. 97. 98. fieng ſich an bey dem CanaWi und endete ſich bey der Böhe der Kammer(bsh des Canals von Bourbourg,Dae r zum Theil auch anſtatt eines Vorgrabens diente. Dieſe Linie bekam 90 5Des ub gleich der erſtbenannten, von der Stadt und von Fort Louis, deſſen 910
weyten Theils, Erſte Ausgabe. F iche