Band 
Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
Seite
27
JPEG-Download
 

Erſtes Capitel. Nachricht von Duͤnkirchen. 27

No.—— Wenn nun endlich der Feind, nach unſaͤglich vieler Arbeit, die Fronte Tafel II.habt Hatt welche ein von der Citadelle abgeſondertes Hornwerk vorſtellt, erobert ge-zinen, 8 ſo war er doch noch viel übler als vorher daran; und dieſes wegen der prſtung aceneuen 880 unter dem Wallgange dieſes Werks angelegt werden konnten, und des bie Sitadellefahigſchieſſen koderſtandes vom Hauptwalle der Citadelle, wo er nur ſchwerlich Breſche war. Schluß, wel-die onnte. Wir ſetzen aber, daß er es dahin gebracht haͤtte, ſo konnte man doch cher aus allemwecheg dhe bis aufs aͤuſſerſte defendiren, ich meyne durch ein ſtarkes Retranſchement, obigen zu 1 5gen zur er Beſatzung den Vortheil gab, ſich des Nachts, in guter Ruhe, nach Ber⸗ Hehe Vunkr-bracht gap zu ziehen, nachdem ſie ihre beſten Sachen aus der Feſtung in Sicherheit ge⸗ chen war.was aülhabt⸗ und in der Eitadelle nur einige wenige Mannſchaft, den Feind noch et-ufzuhalten, gelaſſen haͤtte, wofern er naͤmlich jemals ſo weit gekommen waͤre.

in obe iſt nun eine allgemeine Vorſtellung von Duͤnkirchen, wie es im Jahr 1712.die nicht errlichkeit prangte. Weil ſolches zu einem richtigen Begriffe von Dingen,

Vor mehr da ſind, wie mich beduͤnkt, genug geſaget iſt, ſo uͤbergehe ich alle diejeni-fuͤr S theile, die es noch itzo hat, und beſchreibe ferner, was es bis zum Jahr 1730.ickſale gehabt hat. 52

90 1 1 e 2 5 un 1 Eten., Die Koͤnigin von England, weil ſie feſt bey ſich beſchloſſen hatte, ihre Allür⸗ Friedens, Praͤli-ihre m Frieden zu bewegen, und ſie dahin zu vermögen, daß ſis ihr die Entſcheldung alungen ancherley Intereſſe uͤberlaſſen moͤchten, fuhr fort, mit Frankreich Unterhand⸗ England, zu folgezum alla pflegen. Die Gevollmächtigten dieſer beyden Kronen machten einen Entwurf deren alle Jeind-bar gemeinen Frieden; und unterdeſſen tractirten die Staats⸗Secretarien unmittel- feligkeiten am 4ibergebgen eines Waffenſtillcandes. Frankreich ſollte Dünkirchen den Engländern done 7e. auf-Konig en damit dieſe, ſowohl als ihre Bundesgenoſſen, uͤberzeugt wuͤrden, wie dergene Vauſtichtig geneigt waͤre, alle, zur Ruhe und Sicherheit von Europa, eingegan-ſollte dee bindlichkeiten zu erfuͤllen. Von Seiten der Koͤnigin ward verſprochen, esund ih erzog von Ormont, nebſt allen Fremden, die in Engliſchem Solde ſtanden,

Jun. 85 folgen wollten, von der Armee abgehen. Dieſes geſchahe wuͤrklich am 17.den M F, nachdem am 4 deſſelben Monaths der Waffenſtillſtand zwiſchen dieſen bey-achten bekannt gemacht worden war.

hen ſobe. Die Nachricht von der bevorſtehenden Schleifung der Werke von Duͤnkir⸗ Wie viel die Dan,lege 1 ein Dee kg fuͤr die Einwohner dieſer Stadt, da ihre Feinde dieſe Ge⸗ een zar Gehatten ergriffen, ſich uber den mannichfaltigen Verluſt, den ſie ihnen verurſachet in dem Aiege delihnen 8 zu raͤchen. Und in der That, wie groß auch dieſe Nachgier war, ſo war ſie ſich im Jahr 170r.Deewäch aum zu verargen. Dieſer Platz war ſeit vielen Jahren das Schrecken der anfieng, gemachtanke te geworden. Innerhalb denen zwoͤlf Jahren, ſo lange der Krieg zwiſchen hatten.demacht ch und England gedauert hatte, haben die Duͤnkircher 1614 Priſen zur Seeden ekiſelche ſich auf dreyßig und eine halbe Million Livres belaufen haben, ohnenien verfasst hagen bife mit zu rechnen, welche die Capers in Frankreich und in Spa-

atten. 2

legen, Es geſchahe alſo in der Abſicht, um die Wichtigkeit Duͤnkirchens deutlich zu, Nothwendigkeieliche gage dh fuͤr 0 8 die gesehen Seetreffen, welche durch die gluͤck⸗ Sitar weicheKoe Ver ieſes Platzes veranlaſſet worden ſind, anzufuͤhren, und die Tapferkeit und zu Bedeckung desGa e, d dienſte der daſigen Einwohner zu zeigen. Und eben ſo gehoͤrte es auch zur Hafens, zu Duͤn-Alte, da ich die perſchiedene Verſuche der Feinde, Dünkirchen zu hombardiren, er⸗ kirchen angelegetf hede deſſel ich namlich darthun moͤchte, wie nothwendig die, zur Vertheidigung der waren.

übe, da Ke Platzes, angelegten Schanzen und Schloͤſſer waren, ohne welche der-

r ſich ſo viel Mißgunſt zuzog, niemals einiger Ruhe haͤtte genießen koͤnnen.

En 93. 3 5 7 4 f N f Di a

gland Fufolge dem neunten Artickel des Friedens⸗Tractates zwiſchen Frankreich und Die Engländer

1 Me begab ſich Hr. le Blanc, damals Intendant von Flandern, an der Seite dehmer baſte don

d domond“ nach Duͤnkirchen, damit er mit dem daſigen Gouverneur, dem Grafen und der Eitadelle bue ta 0 alles benoͤthigte veranſtalten moͤchte„den Englaͤndern, wann ſie kaͤmen, zu Duͤnkiechen wiefel 20 Trarzu übergeben. Am 18. Jul. erſchien ihre Flotte, beſtehend aus 12 Kriegs- auch von dem Fot 4bah gegen dis port⸗ Schiffen, unter dem Commando des Admirals deack, und am 15, douts.

den unkirch Uhr, trat Hr. Hill, dem die Koͤnigin von England das Gouvernement

Lon osten chen verliehen hakte, mit 6722 Mann ans Land, und nahm Beſitz von

ae. in der Stadt, von der Citadelle, den Schanzen im Meere, und dem Fort

3 54. Abends