6 Waſſer⸗Baukunſt. Viertes Buch. Erſtes Capi 008 8 5 0 l Uwird, um ſie abzuloͤſen, weil, wie wir voraus ſetzten, deſſen Tiefe kbeghet 0iſt, gleichwie auch die Klebrigkeit deſſelben. Gaͤbe es aber niedrigere o wog tlen als die Horizontal⸗Flaͤche des Grundbodens, wo das Waſſer, 115 0ſeiner Geſchwindigkeit zu verlieren, mehrere oder wenigere Wirkungskraft welche/natuͤrlich, daß deſſen Wirkungen mit dieſen Verſchiedenheiten zutrafel as WM,
alsdann Statt finden werden, wann die Klebrigkeit an einer Stelle gur en f
f ner andern ſeyn wird; wie ſolches anderwaͤrts mit mehrerm erklaͤret wer?
„Das Wirken des 987. Anlangend den Druck des Waſſerſtrohmes wider die Ufer/ 5 den 65 5
dtferlſ wenther amn fern die Klebrigkeit gleich⸗groß iſt, dey weitem nicht ſo ſtark, als wo enn mizboden, und um ſo viel minder ſtark, je mehr dieſe Ufer ſteil ſind, un dho 0
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01 en des an denen Stellen ihrer Oberflaͤchen erwaͤget, welche weiter vom Grun it gene abe eſind, weil die Wirkungskraft des Waſſers auf eine gegen dem Horte resin 1 Ic,che, nach der Ordnung der Glieder einer arithmetiſchen unendlichen Pn, mgnimmt. Wenn man alſo dieſelbe Geſchwindigkeit allen Waſſer⸗Sch rer wichwelcherley Tiefe man ſie auch annimmt, beyleget: ſo iſt der Ausdru 10 oriBraft auf dieſe Oberflache, die Saͤlfte der, zur groͤßten Tiefe gegonal⸗Linie. 5Die geraden Ufer 988. Es erfolget hieraus, daß, je weniger Boͤſchung die Ufer had ie ar niger ſie vom Drucke des Waſſerfrohnnes laden; ſo daß, wofen ſi bſewöt fFlues nur, in wie wie die Kapen, ſtüͤnden, faſt nichts als der Druck des Waſſers Ghetohm 6weit ſie etwas hori⸗ trachtung kaͤme, gleich als ob es ſtill ſtuͤnde: denn weil der Waſſerſtizontales haben; und parallel liefe, ſo uͤbete er ſeine Geſchwindigkeit nur wenig aus: alſo85 i. innere Oberflache ſchief iſt, von der Geſchwindigkeit desche deren Boͤſchung das, was ſie horizontales haben; und der Ausdruck deſſen wibezeichnet, ausge⸗ nige Linie ſeyn, welche ihre Boͤſchung bezeichnet. Daher ke r Wiedrückt. gerade ſtehenden Ufer ſich in ziemlich gutem Juſtande erhalten, es ſeh de und diſo heftig als er wolle, wenn nicht beſondere Urſachen ihn verderben aſſer ald 9ſchieht allezeit oͤter an ihrem Fuße, als am Obertheile, weil das Wa ursachenWirkungskraft hat, zugeſchweigen derer, von auswärtigen Körpern oſchung aderniſſe, welche Koͤrper ſich allem el mehr am Fuße als auf ihrer Be iund welche zu Ausſpuͤhlungen Anlaß geben. 0
Oreny Haupt ur- 989. Es giebt alſo drey Haupt⸗AUrſachen, welche den Schlauchſachen deter den miniren: erſtlich, die Beſchaffenheit derer Materien, woraus der GetSchlauch der kü Ufer beſtehen: denn es iſt klar, daß ein ſandiger Boden der Kraftdie Beſchaffenheit licher nachgiebt als einer, der z. A aus Kreide beſteht; und deedes Bodens; deſſen als ein Boden von Steine oder Tuffſteine. Die zweyte Urſach hatlech une Schlauches: denn ze mehr dieſer abſchüßſg ist, deſto mehr FraßWirkungekraßt des ihn auszuhoͤhlen. Die dritte und vornehmſte iſt die Tiefe des Waſſe 75Waſſers. dieſe betraͤgt, deſto mehr Quantitaͤt der Bewegung hat das Waſſer
zernagen.
des V eichtwiedel
D„ Fluſse /fDie regulär ge- 900. Es iſt zu bemerken, daß in einem gleichfoͤrmig Heuiheh dae 10richteten Flüͤſſe ver Grundboden gleichartig, aber dabey faͤhig iſt, angegriffen zu wer 0 dieſer 12 10der dritte rer re Mitte, mehr als die Ufer, angreiffen muß, inſonderheit, w Feſchwind 105te, als an den Ufern. nige Breite hat: denn das Reiben wider dieſe Ufer verzoͤgert die n dard fee
Waſſers, welches unmittelbarlich daran liegt, und dieſes die an
Theile, und ſo fort, immer weniger, bis gegen die Mitte des N 97
mein der ſogenannte Waſſerſtrohm befindet, welcher ſich von dicht geſcheſs alf!nen ſchnellern Zug unterſcheidet. Dieſes kann, wie man ſteht, 1 luſſes/ als
daß ſolches ſchnelle Ziehen eine ſtaͤrkere Wirkung auf die Mitte des 8
Seiten deſſelben thue. f i 8.
Weil die Fluͤſſe ihren Schlauch nicht zernagen koͤnnen, ohn»Theilchen das Waſſer truͤben,(vornehmlich zur Zeit, wann der la endenalsdann das Waſſer mehr Staͤrke als ſonſt hat, auch die darein ausgedere Theilchen aus den Feldern, welche vom Regen und Se ne ißſcheden, mit ſich bringen,) ſo muß ich anmerken, daß obgleich die fp dErdreiches von Natur groͤßer, als die Schwere des Waſſers 5groͤbſten Theile zu Boden ſinken, weil die Bewegung des Waſſer amend erhaͤlt, und ſie in Theilchen theilet, deren Oberflaͤchen/ 5
de 3 0alben 1
10, abgcedaß die achFluß auge
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