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Erstes Hauptstück.
neuen Heimath den Gebrauch des Metalles nothgedrungen aufgaben. Dasreiche Idiom der Finnen und die noch jetzt lebenden Ueberreste einersehr ausgebildeten Dichtkunst bei ihnen geben Beweise dafür, dass ihrZustand ein verwilderter sein konnte, aber gewiss kein ursprünglichwilder war.
Ihnen folgten die Kelten, die sie an die äussersten Marken Europa’s drängten, wo sie aus dem ackerbauenden Zustande in den des Jäger-und Fischerlebens zurückverfielen. Die Kelten kannten den Gebrauchdes Erzes und wussten dasselbe zu gewinnen. Auch sie waren die fried-losen Ausstösslinge eines socialen Körpers, dessen ursprüngliche gesell-schaftliche Formen auf der Wanderung sich nur bruchstücksweise erhielten.Ihnen folgten die eisenkundigen Germanen und machten sie dienstbar.Auch diese germanischen Horden, ohne nationalen Zusammenhang, dochdurch gemeinsame Sprache verbunden, waren von der Gesellschaft aus-gestossene Heimathlose und wahrscheinlich durch langes Umherziehenmehr als ihre Vorgänger verwildert. 1 Finnen, Kelten, Germanen,Skandinavier, Slaven , alle haben Reminiscenzen früherer Bildung unddiesen entsprechende Traditionen der Baukunst mit sich in den Westenhinüber getragen, die bei der Neugestaltung der Gesellschaft nach demVerfalle des Römerthumes als thätige Elemente der neuen Gesellschafts-form und der aus ihr hervorgehenden neuen Kunst mitwirkten, ein Um-stand, der, wie ich glaube, in seiner vollen Wichtigkeit und Bedeutungnoch nicht richtig erkannt worden ist. Es darf hier, natürlich vorerstnur andeutungsweise, an den merkwürdigen Pfahlbau der Finnen an denUfern der Schweizer Seen, an die räthselhaften Steinkonstruktioneu aufden Heiden des westlichen Europa (vielleicht irrthümlich den Kelten zu-geschrieben), an die atriale Einrichtung der skandinavischen Festhallen,an die mit Teppichen und farbigen Reliefs geschmückten Tempel derObotriten zu Rhetra am Tollenzer See und den nicht minder wunderbarenTempelbau zu Upsala, so wie an die buntfarbig verzierten und mit reichemHolzschnitzwerke ausgestatteten Rhätischen Hütten erinnert werden. Des-gleichen erwähne ich jenes, an irischen Schmucksachen sowie an skandi-navischen Holzschnitzwerken fast in gleicher Weise hervortretende, seltsamePrinzip der Ornamentation, das in seinem Schlangengewirre gleichsamurweltlich und finster chaotisch erscheint, in dem Zeitalter Karls des
1 Ein Volk von Ackerbau und Viehzucht treibenden Hinterwäldlern bat keineUrzustände aufzuweisen, sondern wie jene nordamerikanischen Ansiedler nur Ver-wilderung.