Textile Kunst. Die Decke.
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„Stimmung und erfüllt sic, wenn sie nach richtigen Grundsätzen ausge-bührt ist. Sie ist ein Hintergrund für die Möbel, die Kunstgegenständeund die den Wohnraum belebenden Personen. Sie mag den Haupteffekt„bereichern und die Pracht vermehren, sie darf so angeordnet werden,„dass sie den Charakter des Raumes bestimme, dass sie .ihn heiter oder„düster erscheinen lasse, sie mag scheinbar die Hitze des Sommers kühlen„oder das Gefühl der Wärme und Gemüthlichkeit im Winter erwecken,„sie kann so berechnet werden, dass die beschränkte Räumlichkeit eines„Saales grösser erscheine oder eine Studirstube, eine Bibliothek sich als„cngumschlossen und abgesondert darlege — alles dieses kann bei pas-sender Anwendung der farbigen Ornamente leicht erreicht werden. Aber„gleich jenem Hintergründe, mit welchem die Dekoration schon ver-glichen wurde, muss sie, obschon sie einem der genannten Zwecke„gemäss ihren Charakter entschieden ausspricht, in gedämpftem Tone„auftreten und die Kontraste in Licht- und Schattenparthieen vermeiden.„Streng genommen sollte sie sich nur in flachen und konventionellen„dekorativen Formen bewegen und harte, den Grund durchschneidondo„Linien oder Formen möglichst vermeiden, ausgenommen, wo es der„nöthige Ausdruck und die Deutlichkeit der Ornamente erheischt, dass„eine derartige Unterbrechung stattfindc. Naturgetreue Sujets sind dem„dekorativen Prinzipe entgegen, weil sie den Begriff des Flachen auf-„heben, weil sie zugleich in ihrer detaillirten und täuschenden Darstellung„das Auge zu sehr in Anspruch nehmen und wegen ihres anspruchsvollen„ Hervortretens die Ruhe des Gesammtbildes stören.
„Einige der besten Proben solcher Wanddekorationen in Seide,„Sammt, Papier und andern Stoffen sind monochrome Behand-lungen textiler Muster .wobei das Ornament selbst-
verständlich flach sein muss und den allgemeinen Eindruck nicht unter-bricht. Bei geringster Aufmerksamkeit auf die Wahl der Muster kann„eine solche monochrome Flächendekoration, wobei die Technik gleich-sam die Muster angibt, kaum ganz schlecht ausfallen, während oft sehr„grosse Eleganz und Schönheit aus diesem Prinzipe hervorging“ u. s. w.u. s. w.
Es wird sich in dem historisch-technischen Theile dieser Abhand-lung über textile Kunst -in ihrer Beziehung zu der Baukunst die Gelegen-heit bieten, über die Erweiterungen, deren dieses Prinzip in seiner An-wendung fähig ist, über die Fälle, in welchen es nicht mehr gilt undüber dessen modificirtes Auftreten je nach den Stoffen, die in Fragekommen und ihrer technischen Behandlung, das Bemerkenswerthere zu