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1 (1878) Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst
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Viertes Hauptstück.

A. Yon den Rohstoffen.

1) Allgemeines.

§. 25 .

Das Produkt soll sich als eine Konsequenz des Stoffes sichtlich darlegen.

Das Bedürfnis des Befestigen s und Deekens veranlasste die Men-schen sehr frühe zu der Benutzung - natürlicher Drähte, Bänder undhüllender Flächen und zwar zuerst solcher, die gleichsam zur Anwendungfertig aus der Werkstätte der Natur hervorgingen. Mit fortschreitenderIndustrie wusste man diesen natürlichen Produkten gewisse Eigenschaftenund Zuschnitte zu geben oder sie so zu kombiniren, dass sie dadurchdem Zwecke, wofür man sie benützen wollte, mehr entsprachen. Diesemgesellte sich sehr bald der natürliche Hang zum Schmucke bei, von demes überhaupt unentschieden ist, ob er nicht die erste Triebfeder der Er-findungen auf diesem Gebiete, von dem hier die Rede ist, war.

Das Charakteristische dieser frühem Produkte der Industrie istderen strenges Festhalten an den Eigenthümlichkeitender Rohstoffe in Form und Farbe, eine Eigenschaft derselben,die sich zwar ganz von selbst versteht, nichts desto weniger aber füruns von grösster Wichtigkeit und sehr lehrreich ist, insofern nämlichdieses Selbstverständniss, das die ersten Erfinder leitete, immer schwie-riger und schwankender wird, je künstlichere Mittel die fortschreitendeIndustrie erfunden hat, um den verwickelten Bedürfnissen einer hoch-civilisirten Zeit nachzukommen. Auf dieser Eigenschaft des Produktesaber, eine gleichsam natürliche logisch abgeleitete Consequenzdes Rohstoffes zu sein und so zu erscheinen, beruht eine wesentlicheund die erste technische Stilgerechtigkeit eines Werkes.

Diese ist also zunächst abhängig von den natürlichen Eigenschaftendes Rohstoffes, der zu behandeln ist und die derjenige genau kennenmuss, der entweder selbst aus demselben ein technisches Werk hervor-bringen will, oder den Produzenten Anleitung, Vorschrift und Musterdafür vorzubereiten berufen ist. In neuer Zeit ist die Hand des Pro-duzenten selten oder niemals zugleich diejenige, die hinreichende Befähi-gung und Müsse besitzt, auch selbst zu erfinden, sobald diese Erfindungnämlich aus dem Gebiete der Erfahrungswissenschaften und der Berech-nung heraustritt und sich nur halbweg einer Art von Conception im