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Baugerüstes selbst enthalten, so bethätigt es sich noch ausserdem durchdie totale Inkrustation, in welche alle Theile der tektonischenStruktur gekleidet sind, obschon hier diese Inkrustation nur in einerreichen Farbendecke besteht. Die Säulen sind meistens mit dem schön-sten Purpur bedeckt; dagegen ist der Spannriegel öfters blau mitschwarzen und grünen gemalten Füllungen, auf denen bunte Blumen undArabesken abwechselnd mit vergoldeten Motiven, Inschriften und der-gleichen Vorkommen. Aehnlich ist der Dachrahmen; die Sparren oderDachlatten sind gelb. Die Drachenzähne, die übrigens der alten Zeitangehören, sind golden auf dunklem Grunde. Golden sind auch die knor-rigen Antefixen auf den Dächern. Die Technik der Holzmalerei, diehiebei angewandt wii'd, ist eine Art Lackiren, das in §. 35 beschriebenwurde. Absichtlich wurde dort detaillirter darauf eingegangen, weilmanche Prozesse der antiken Malerei damit verwandt sind.
Nur an wenigen kaiserlichen Palastpavillons sind die Säulen ausMarmor; doch niemals an officiellen Gebäuden, bei denen die Vorschriftdes Gesetzes hölzerne Säulen will.
Die Substruktion.
Die meistens einstöckigen Pavillons erhalten erst Ansehen undGrösse durch die massiven Terrassenbauten, auf denen sie errichtet sind.Innerhalb dieser Terrassen, die oft mit Sockeln und Gesimsen versehensind, die den römischen gleichen, finden sich gewölbte Thorwege, diezu anderen Höfen führen. Nur an diesen Terrassen zeigt sich dieKonstruktion unbekleidet. Diesem Prinzipe werden wir in dergesammten antiken Baukunst wieder begegnen.
Hier mag noch passende Erwähnung finden, dass die Plattformen,Höfe und inneren Räume der Wohnungen der Vornehmen mit bunt-farbigen polirten Marmortafeln belegt und zierlich gemustert sind, ob-gleich im Gebrauche über diese Marmorfussböden noch reiche Teppicheausgebreitet werden.
Die sonst im Oriente seit Alters her so allgemeine Sitte des Be-kleidens der Wände mit Metallplatten war, wie es scheint, in China nie-mals üblich. Es war fremdländischer Luxus, den Kublai der Mongolen-Chan einführte, als er seinen Palast in Peking auf diese Weise aus-stattete. Marko Polo schreibt darüber: dieser Palast ist der grösste, derjemals gesehen worden. Die Bedachung ist sehr hoch, die Mauern derSäulen und Zimmer sind ganz mit Gold und Silber bedeckt und haben