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REISE IM J. 1435.
einmal, 1 zu Nutzen und hielten Jan van Eyck das Jahres-gehalt vor. Zu grossem Missfallen des Herzogs, der aufdie Klage Jans von Dijon aus einen Strafbrief an seineVerwalter richtete, dass sie durch ihre Knickerei aus seinemDienste einen Mann vertrieben, dessen Gleichen man nichtwieder finde und für welchen er noch grosse Aufträge be-reit habe, die kein anderer auszuführen im Stande ist. 2Ueber die Natur dieser Aufträge besitzen wir nur allgemeineMuthmassungen. Schwerlich waren sie künstlerischer Art,obschon der Herzog in seiner Drohung an die LillerRechnungskammer von „grans ouvrages“ spricht. Wahr-scheinlich galt es wieder höfische Missionen. Herzog Philippstand am Vorabende eines Bruches mit England. Handeltees sich um einen letzten Versuch, die Wirren beizulegen odersich Verbündete zu suchen, genug er berief 1435 einen Con-gress nach Arras, an welchem englische und französische Abgesandte, die Legaten des Papstes, die Vertreter desKaisers, Spaniens, Dänemarks, Polens , Deputirte fran-zösischer und niederländischer Städte theilnelmien sollten.Zur selben Zeit wurde Jan van Eyck vom Herzog von seinerStaffelei abgerufen und „auf weite Reisen nach fremdenPlätzen (estranges marches) in geheimen Zwecken, welche
1 Auch im J. 1426 war Jan vanEyck von der Einziehung seinesGehaltes bedroht gewesen.
2 Der Brief, vom 14. März 1434 (n.S. 1435) datirt, ist an „nos amez etfeaulx les gens de noz comptes a Lille gerichtet. „Nous avons entendu quefaictes difficulte de veriffier certainesnoz lettres de pension ä vie par nousderrainement ordonnee ä nostre bien-ame varlet de chambre et paintreJelian Van Eyck, par quoy il n’enpeut estre paye de sadicte pensionet le conviendra ä ceste cause laissiernostre Service, en quoy prendrionstres-graut des plaisir, car nous levoulons entretenir pour certains gransouvrages en quoy l’entendons occuppercy-apres, et que ne trouverons point
le pareil ä nostre gre, ne si excellenten son art et Science. Et pour cenous voulons et expressement vousmandons, que,incontinentcestes veues,vous vtriffiez et enterinez noz dicteslettres de pension, et faictes payerledit Jehan Van Eyck d’icelle pen-sion, tout selon le contenu de nos-dictes lettres, Sans ce que plus vousen parlez on arguez, en y faictesdilacion, mutacion, variacion on diffl-culte quelconque sur tant que nousdoubtez desobeir et courroucier. Ety faictes tant ceste foiz pour toutesqu’il ne nous conviengne plus res-cripre, laquelle chose prendrionstres-mal en gre.“ De Laborde. I.p. LJJJ.