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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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MAD. MIT II. DONATIAN,

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sich nicht weiter beschreiben lassen“ gesendet. 1 * * * * * VII Die Summeder Ausgaben für diese Sendung geben die Rechnungen auf720 Fr. an; ihre Höhe kann man am besten daraus er-messen, dass die Kosten einer Reise von Brüssel nachParis damals 19 Fr. betrugen. Wenn wir uns erinnern, dasses durchaus den Sitten der Zeit entsprach, selbst wichtigerepoetische Angelegenheiten untergeordneten Persönlichkeitenanzuvertrauen, so hat die Annahme nichts Unwahrschein-liches, dass auch Jan van Eyck im Sommer und Herbste1435 in einer geheimen Mission verwendet wurde, welchesich auf den Congress von Arras bezog. Diese Mutli-massung wird durch den Umstand noch verstärkt, dass sichaus dem erwähnten Jahre kein einziges Werk seiner Handerhalten hat, mehrere dagegen aus dem nächstfolgenden

Brügge

Jahre. Das ausgedehnteste unter denselben: die Madonna^®*- u.

Dcmatian.

mit dem li. Donatian, dem Oanonicus Georg de Pala unddessen Schutzpatron in der Akademie zu Brügge ist freilichein schlimmer Beleg für den zeitweiligen Rückschritt desMeisters. Für den Hochaltar der Kirche S. Donatian inBrügge ursprünglich bestimmt, hat das Bild durch Reinigungund Uebermalung sehr gelitten; aber abgesehen davon er-scheint das Colorit nicht auf der alten Höhe. Man ver-misst den gewohnten breiten Pinselstrich und entdeckt, wassonst niemals sichtbar wird, die Spuren tastender Arbeit.

Die Gestalten sind mit geringerer Gewandtheit gezeichnet,die meisten Köpfe von stumpferem Ausdrucke, die Händesteif und lang, die Töne nicht in einander verschmolzen;die Carnation endlich giebt nicht den Personen die gefällige-

1 „A Johannes Deick varlet de

chambre et paintre de MdS. pour

aller en certains voiages loingtains

et estranges marches ou MS l’a en-voie pour aucunes matieres secretes,

dont il ne veult autre declaration

estre faicte: VI C philippus (sic) valent

VII C XX livr.“ ‘Mit anderer Tinte:„Beulement III C LX livres. Super

ipsum Johannem Deick ad -com-ponendum dont il rend cy quittancede ITI'JjX livres seulement et lesurplus niontant ä semblable sommede III C LX livr. rayü pour deffautde quittance.“ Compte de JelianAbonnel du 1 er Jan. 1435 (n. st.1436) am 31 Deo. 1436. De Da-borde. I. p. 350.