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gründet ist dieser persönliche Verkehr keineswegs, nichteinmal aus zahlreichen Gründen wahrscheinlich . 1
Seine letzten Tage soll übrigens Jan van Eyck in Ypern verbracht haben und hier einen Flügelaltar unvollendetzurückgelassen, welchen der Abt von S. Martin bei ihmbestellt. Nach Vaernewyck’s Beschreibung stellte das Trip-tychon die Jungfrau mit dem Kinde dar, zu ihren Füssen den knieenden Abt, auf den Flügeln aber (unvollendet) viermarianische Symbole: den brennenden Dornbusch, GideonsFell, Ezechiels Pforte und Aarons blühenden Stab. Merk-würdig genug wurde in belgischen Sammlungen lange Zeitein Bild gezeigt, welches zwar dieser Beschreibung voll-kommen entspricht, in welchem aber Jan’s Handmarke ver-gebens gesucht wird . 2
1 Vasari IV. 76. Van Manderp. 202. edit. 1617. Bl. 125.
2 Die älteste Nachricht über dasAltarbild von Ypern würde dieChronik der grauen Mönche vonYpern (die betreffende Stelle pu-blicirt im Messager des Sciences etc.Gand 1825. p. 168) enthalten, wennsie überhaupt Glaubwürdigkeit be-sässe. Sie lautet: „Anno 1445 lieeftmeester Joannes Van Eycken, eenbefaemden Schilder, binnen Ypregeschildert dat overtreffelyk tafereel,te welck gestelt wierdt in den clioorvan Sint Maertens tot een gedaclitenisvan den eerweerdigen heere NicolausMalclialopie (sic!), abt ofte proost VanSint-Maertens Klooster, die daer voorbegraveri liegt.“ Das falsche Datum,die falsche Schreibweise der Namendes Künstlers und Stifters erregenZweifel an dem hohen Alter, wohlgar der Gleichzeitigkeit der Nach-richt. Doch ist das Altarbild vonYpern noch anderweitig gut be-glaubigt. So citirt es Lucas de Heerein seiner Ode (bei Van Mander )',wo er die Seltenheit der EyckscheuWerke hervorhebt:
„Zijn werck dat was g-liesocht nytalderley Landouwen,
Daerom men weynigli meer vindtals dees Tafel yet,
Dan datmen sleelis noch eene inBrugghe maecli aenscliouwen,En eene t’Iper noch, die dochvoldaen is niet.“
Auch Vaernewyck in seinem Nieutraetaet 1562 erwähnt das Bild undin seiner „Historie van Belgis“(p. 133) giebt er von demselben einegenauere Beschreibung: „In diekercke ende proostie van Sinte-Marten, wiert bewaert een tafereel,daer Ons liwe Vrouwe met liaerkindekin in ghefigureert staet, endeeenen abt oft proost daer vorenknielende, de deuren zyn onvoldaen,ende hebben elck twee paercken alsvan den bernenden Eglentier, GedionsVlies, Ezechiels poorte, ende Aaronsroede, die al op de maechdeliclieytvan Maria corresponderen, wel be-siens weerdich, oock ghewaeckt bymeester Joannes van Eyck , welcswerc meer hemelsch dan meinschelicscliynt.“ Van Mander wiederholtdiese Beschreibung, spricht aber vondem Bilde als wäre es nicht mehrin Ypem vorhanden: „daer was eentafereel.“ Ueber die weiteren Schick-sale des Bildes berichtet ein Artikel