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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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VON BEDFOBJD.

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ein röthlicher Ton mit starken Lichtern und blau-grünlichenSchatten vor, im Uebrigen sind dieselben von wenig sagendemAusdrucke. Von derselben Hand ist die nächste grosseMiniatur (S. 228): Die Frauen am Grabe Christi. Esfolgen dann wieder theils nur beschriebene, theils nur mitkleinen Bildern geschmückte Blätter, bis S. 270 und S. 278zrvei grosse, wahrscheinlich von demselben Maler entworfeneMiniaturen uns entgegen treten. Die zahlreichen grösseren undkleineren Bilder von da an bis S. 544 übersteigen nicht denniedrigsten Durchschnitt der früheren Blätter. Den TodMariae schildert die Miniatur S. 544. Maria liegt, von denAposteln umgeben auf einem Eollbette; unter dem Ge-sänge und dem Spiele von Engeln steigt ihre Seele zumHimmel empor, im Himmel selbst empfängt sie die Kronevon den drei göttlichen Personen, welche von einem Beigen'rotlier Engel umgeben sind. Die Anordnung dieser dreiüber einander aufsteigenden Gruppen verdient Lob, dochist Zeichnung und Colorit von 'dem ersten Blatte ganzverschieden. Von den zwei nächstfolgenden grossen Minia-turen (S. 567 und S. 618) stellt die letztere die thronendeMaria dar, wie sie den Segen Gottes empfängt. Auch hiersind mehrere Gruppen über einander angebracht: unter derMadonna zunächst ein Kreis von Patriarchen, unten Heilige,jeder von einem Schutzengel geleitet, und endlich heiligeFrauen in kunstreicher Weise zu einer Schaar geordnet.Die kleinen Miniaturen werden bis zur S. 649 fortgesetzt.Die Schlussblätter des Codex (bis S. 711) entbehren jeg-lichen Schmuckes. 1

Ausser Margarethen wird auch der jüngere BruderLambert auf Grund einer strittigen Leseart den Malern zu-gezählt. Sichergestellt ist nur, dass er 1431 im Aufträge

1 Bern Bedfordbrevierstellt Waagen(Kunstdenkm. in Wien . II. S. 4.0)die für Philipp den Guten ge-seliriebenenen „chroniques de Jeru-

salem abregies“ in der kais. llof-bibliotliek in Wien Nr. 2538 (17 Bl.fol.) gleich.