PETKUS CRISTUS.
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Hollands im siebzehnten Jahrhundert. Wir haben allenGrund anzunehmen, dass es sich im fünfzehnten Jahrhundertin den niederländischen Städten nicht anders verhielt. Waswir wenigstens an sicheren Thatsachen wissen, spricht nichtdagegen, zahlreiche Wahrscheinlichkeiten und Vermuthungensogar positiv dafür. So lässt sich z. B. ziemlich genau fest-stellen, dass Van der Weyden, welchen schon Fazius zu denunmittelbaren Schülern Jan van Eyck’s rechnet, eine her-vorragende Bedeutung unter den niederländischen Künstlernerrang, ohne zu den Meistern von Gent oder Brügge ineinem Verhältnisse der Abhängigkeit zu stellen. Hugo vander Goes wohnte zwar einige Jahre in Brügge , wählte aberdennoch zum Hauptschauplatze seiner Thätigkeit Gent . Undwenn wir von dem Altarbilde in der Kirche S. Maria nuovain Florenz auf seine Weise scliliessen dürfen, so gab ersich ausschliesslich einer realistischen Empfindung hin, ohnedass eine stärkere Neigung zu einem seiner Zeitgenossenoder Vorgänger bemerkbar wäre. Von Gerard van derMeire, einem Genter Zunftgenossen, kennen wir wohl dasäussere Leben, wir sind aber nicht im Stande, ihm be-stimmte Gemälde mit vollkommener Sicherheit zuzuschreiben.Nur gleichsam vom Hörensagen gilt er als der Urheber einerbleibe von Bildern, welche immerhin das gemeinsam haben,dass in ihnen höchstens ganz flüchtige Einflüsse d§r Eycksentdeckt werden können. Auch Justus von Gent endlich er-scheint, soweit wir ihn kennen, als ein Naturalist gewöhn-lichen Schlages. Der Umstand endlich muss gleichfalls mitin Betracht gezogen werden, dass mit Ausnahme van derWeyden’s keiner der genannten Männer seine Kunst einegeraume Zeit vor dem Jahre 1450 betrieben haben dürfte,die meisten derselben bis zum Schlüsse des Jahrhundertsihr Leben verbrachten. Das scliliesst doch alle unmittel-baren Beziehungen zu Hubert und Jan van Eyck aus.
Ein Maler allein erhebt begründeten Anspruch, alsSchüler Jan van Eyck’s beg'rüsst zu werden: Petrus