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malt. Stil und technische Behandlung zeigen keinen Unter-schied, nur ist die Farbenfläche theilweise abgerieben . 1
Hcimsu- Dieselbe Szene der Heimsuchung, nur viel vollendetercl ‘™ s ' von der gleichen Hand geschildert, befindet sich in derGalerie des Freiherrn Speck von Sternburg in Lütschena bei Leipzig . 2 Die gute Erhaltung und die sorgfältige Aus-führung empfehlen dieses Werk besonderer Aufmerksamkeit.AVäre sein Ursprung durch Gerard van der Meire sicher-gestellt, so würde sich van Mander’s Lob des Meisters voll-kommen erklären. Maria und Elisabeth begrüssen sich aufeinem Fusspfade, der von einer Gruppe burgartiger Häuserrechter Hand kommt. Eiisabeth’s Tracht ist ein hellrothesKleid und Mantel und eine wrnisse Haube; die Madonnamit offenem Haare trägt eine purpurrothe Tunica und einenblauen mit grauem Pelz verbrämten Mantel. Der Zustandder beiden Frauen ist mit genauester Naturwahrheit charak-terisirt, auch in der Bewegung der dünnen Arme und übrigenszierlichen Hände sichtbar. Den Hintergrund füllen Bäume,ein Teich mit Schwänen, entfernte Hügel. Am blauenHimmel steigen leichte silbergeränderte AVolken empor.Der Madonna hat der Künstler eine hohe und breite Stirngegeben; Gesicht und Nase sind eher lang, der Mund klein,der Hals schlank, die Augen von sanftem Ausdrucke. Ihrehelle Blässe bildet einen starken Gegensatz zu der dunk-leren Gesichtsfarbe der Elisabeth, deren schmale, fein undgenau gezeichnete Hände an den Gelenken deutliche Faltenzeigen. Beide Frauen erscheinen aus dem schon oben an-gegebenen Grund etwas kurz in den Verhältnissen und machenauch wegen des hohen Gesichtspunktes den Eindruck, als obsie nicht ganz fest auf dem Boden ständen. In der Carnationüberwiegen helle rosige Töne, ohne viel Schatten sorgfältigmodeflirt. Die Farben der Landschaft und die höchsten
2 Holz. 1' 111 / 2 " h. — 1' 11/ 2 br.