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vorragend, waren schon 1450 vollendet, 1 den Hauptaltar inder Kirche schmückte ein Bild von der Hand Boger’s.
Abt Jean Robert war als Kirchenmann und Weltmanngleich brav. Enge Freundschaft verband ihn mit dem BischofJohann von Burgund, der ihn oft in Begleitung des Herzogsbesuchte. Dann hallten von den Gewölben der Klosterhalleandere Klänge wieder als Busspsalmen und Gebete. Einüppiges Festmahl vereinte den Abt mit dem Bischof undHerzog an der Tafel, und da&s Herzog Philipp den Ahtschliesslich unter den Tisch trank, war für ersteren einRuhmestitel. 2 Doch auch der Devotion war Jean Robert'zugänglich. Auf sein besonderes Geheiss malte Roger fürden Hochaltar von 8. Aubert ein Flügelbild, welches mitgrosser Wahrscheinlichkeit in einem Gemälde des MadriderMuseums wiederentdeckt wurde.
Der Middelburger Altar wurde erst in neuerer Zeit vonseinem ursprünglichen Platze entfernt und nach Berlin ge-bracht, als das anziehendste und heiterste Werk unseresMeisters wohl geeignet, ihm Anhänger zu werben, mit ihmzu versöhnen. Den Stifter, den ehrlichen SchatzmeisterBladelin entdecken wir gleich vorn auf der Mitteltafel, woer mit grosser Andacht die Hände faltet, um gemeinsammit Joseph und Maria das Christkind zu verehren. DiesesMotiv erinnert an die Geburt Christi, welche Hugo van derGoes für die Kirche S. Maria nuova malte. Auch auf demMiddelburger Altar strahlt das Licht vom Christkinde ausund erhellt die Gestalten Maria’s und Joseph’s. Von denSchultern der Madonna ist der blaue Mantel herabgefallen;sie kniet da im weissen Gewände, mit gefalteten Händen,fast röthlich blondem Haar, in demselben Maasse jugend-lich als Josephus im rothen Mantel und Rocke, eine Kerzemit der Hand verdeckend greisenhaft erscheint. Im Hinter-
1 Sie wurden nach G-uicciardini 2 De Laborde, Les Ducs de Bour-
1446 begonnen, gogne. vol. I. Introduction. 58,