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heiten nach allen Einzelheiten darzulegen, ausführlich vonihnen zu erzählen, symbolische Beziehungen zu verflechten,dazu eignete sich Roger’s Sitte vortrefflich, der jede Tafelarchitektonisch einrahmte, in den gemalten gothischenBogen, Steinwerk nachahmend, die kleineren Episoden an-zubringen wusste.
Das Mittelbild führt uns in eine gothische Kirche. Im sändentaiVVordergründe hängt Christus, schon abgeschieden am Kreuze; Gerichtzu Füssen des Stammes stehen klagend Maria und Johannes.
Am Altar im Hintergründe der Kirche wird Messe gelesen,das Altarsacrament ausgetheilt. So wird die Verbindungmit den Nebenbildern zu beiden Seiten der Kreuzigung her-gestellt, welche die übrigen, sechs Sacramente enthalten.
In der Füllung des Bogens, welcher die ganze Tafel um-spannt, wird die Leidensgeschichte in sechs Gruppen er-zählt. Auf dem rechten Flügel vertreibt der Engel dasälteste Menschenpaar aus dem Paradiese. Durch diehölzerne Pforte des Paradieses hindurch blickt man auf denApfelbaum und die von der Schlange verführten Voreltern.
Adam und Eva im Vordergründe, ganz nackt, schlecht in denProportionen, die Körper lang und mager, die Hände undFüsse viel zu gross, die Umrisse hart, tragen den Stempeldes Itoger’schen Ursprungs an sich. Besser gelungen istder über Adam und Eva schwebende Engel mit gezücktemSchwerte und wallendem langen Gewände. Die Füllungdes Bogens schildert die sechs Schöpfungstage. Der linkeFliigd, dessen architektonischer Balimen die sechs Werkeder Barmherzigkeit beschreibt, ist dem jüngsten Gerichtegewidmet. Christus im rothen Mantel, der von der nacktenBrust zurückgeschlagen ist, thront auf dem Firmamente,die Weltkugel unter seinen Füssen . Ileclits und links vonseinem Haupte schwebenLilienstengol und Schwert, und blasenkleine Engel die Posaunen des Gerichtes. Johannes derTäufer und Maria sitzen etwas tiefer auf Wolken, und blickenzu Christus empor. Kleine nackte Figuren auf dem untersten
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