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Stande sind, den Weg anzugeben, auf welchem das Bildvon den Niederlanden bis nach dem Kloster Bosco beiAlessandria wanderte, ist schlimm, aber nicht entscheidend,ebensowenig als es zu stark betont werden darf, dassam Turiner Bilde die urkundlich angeführten vier Flügelfehlen. Wie oft haben sich bei altniederländischen Altärennur die Mittelbilder oder nur die Flügel erhalten, wie oftsind die verschiedenen Theile eines Schreines weithin zer-streut worden, so dass nur der Zufall den Zusammenhangenthüllt.
Mag sich nun diese Sache wie immer verhalten, immer- siebenhin bleibt das Turiner Bild 1 eine anziehende Schöpfung Sc sSriii. enMemling’s und zugleich ein wichtiges Beispiel wie lange sicheine überlieferte Compositionsweise ei’halten kann. Wirsehen hier in einem gemeinsamen landschaftlichen Kalnnendie verschiedenen Scenen der Passionsgeschichte vereinigt,so dass das Auge von Gruppe zu Gruppe schreitend dasganze grosse Drama schliesslich überblickt. Wir gehennicht irre, wenn wir einerseits Memling dadurch in dieFusstapfen seines Lehrers und weiter der Bildhauer vonTournai treten sehen, andererseits den Einfluss der drama-tischen Spiele darin wahrnehmen.
Die Schilderung beginnt in der fernsten Ecke derLandschaft mit dem Einzuge Christi in Jerusalem . Wirbetreten sodann mit Christus das Haus Levi’s und wohnendem letzten Abendmahle bei. Ausserhalb der MauernJerusalems , doch schon in grösserer Nähe des Zuschauers,wird Christus durch Judas’ Yerrath gefangen genommen