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dualität gelassen. Mit grosser Wahrheit und in richtigbemessenem Farbentone spiegeln sie sich, wie das ganzeUfergelände im Wasser ab.
In argem Gegensätze dazu steht nun die Gruppe Christimit dem Täufer und Engel. Sie ist nicht allein un-harmonisch im Colorit und schwach in der Composition,sondern auch geschmacklos und fehlerhaft in der Zeichnung.Sie fällt aus ihrer Umgebung schroff heraus und überladetden Yordergrund. Die Staffage weiter hinten wirkt wegender kleineren Verhältnisse weniger störend, aber auch hierhaben die Gestalten, für sich betrachtet, kurz gedrungeneFormen und ein ziemlich gewöhnliches Aussehen. Niemalshat Memling , dem das Bild früher zugeschrieben wurde, dieFarben so stark aufgetragen, niemals überhaupt das Farben-system gebraucht, welches die Taufe Christi zeigt: gelblicheFleischtöne, von grauen Halbschatten scharf geschnitten, diewieder unmittelbar von dunklen Schatten begrenzt werden.Auch die grellen Gegensätze der Gewandfarben waren ihmfremd, erinnern ungleich mehr an die Gewohnheiten derSchule von Leyden .
Die Madonna auf dem äusseren Flügel zeigt die steife,gezwungen zierliche Kopfneigung, welche Roger van derWeyden eigenthümlicli ist, bei dem Christkinde wieder fälltauf, dass es nicht wie die Christkinder Memling’s nackt,sondern wie jene des Hugo van der Goes im Hemde ge-schildert wird. Der Schlusseindruck bestätigt das Ueber-gewicht der landschaftlichen Schönheit, und enthüllt uns indem Bilde der Taufe Christi die Keime zu der Schule derLandschaftsmalerei, welche später inDinant sich entwickelte.Wir zweifeln nicht, dass ihre Hauptträger, Patenier undde Bles, dem Gerard David viele Anregungen verdanken.
Bald nach dem Tode des Jean des Trompes kam derAltarschrein als Geschenk an die Kirche S. Basile in Brügge ,wo er bis 1794 verblieb. Aus Paris , wohin er mit so vielenKunstschätzen Belgiens widerrechtlich gebracht worden'war,