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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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KREUZABNAHME IN BRÜGGE .

BrüggeS. BasileKreuz-abnahme

EouenMuseumMad. mitHeil.

gelangte er 1815 nach Brügge zurück und fand seinen Platzseitdem in der Sammlung der Akademie. 1

Die Kirche S. Basile bewahrt noch gegenwärtig einWerk von der Bland Gerard David’s , ein Triptychon, welchesim Anklange an van derWeyden’s gleichnamige Compositionendie Kreuzabnahme schildert. Die Mitte des Bildes nimmtMaria ein, die vor dem Leichnam des Sohnes knieet;Nicodem auf der äussersten Beeilten stützt den in einweisses Leichentuch gewickelten Christuskörper, Johannestlieilt seine Hilfe zwischen Maria und Christus.

Er hat die Madonna umfasst, um sie vor dem Sinkenzu bewahren und hält gleichzeitig den linken Arm Christiin die Höhe. Maria Salome und ein Salbträger schliessendie Gruppe ab. Zwei heilige Frauen sind auf dem rechten,Joseph von Arimathia und zwei Jünger auf dem linkenFlügel gemalt. Den Hintergrund bilden der Calvarienberg,die Stadt Jerusalem und (auf dem linken Flügel) Wald undBerge. Die kräftig betonten Gewandfärben und überaussorgfältig gemalten Metallzierrathen fallen zumeist in dasAuge. 2

Die äusseren Lebensverhältnisse Gerard’s bewahren umdiese Zeit noch immer eine aufsteigende Linie. Seine Zunftwählt ihn 1501 zum Dechant, im Jahre 1508 wurde er indie Brüderschaft: N. D. de l’arbre sec, bald darauf in dieGilde der Librariers und Illuminatoren aufgenommen. ImJahre 1509 verehrte er der Sionskirche der Carmeliterinnenin Brügge ein Altarbild: die Madonna mit weiblichenHeiligen und Engeln, welches nach mannigfachen Wechsel-fällen seinen Ruheplatz im Museum zu Rouen fand. Die

1 Brügge , Akademie. Nr. 27, 28,29, 30, 31. Holz. Mittelb. 1.32 h. —0.98 br. El. 1.32 li. — 0.43 br.Alle Tafeln sind beschädigt. Photogr.von Eierlandt. Vgl. Beffroi I. p. 966und II. 294.

2 Brügge , St.. Basile. Chapelledu Saint Sang. Mittelb. Holz.

1.04 h. — 0.70 br. Die Tafeln sindin Bogen geschlossen. In einerQuittung für Zahlungen bei Gelegen-heit einer Restauration des Trip-tychons vom 30. Juli 1675 wird esals vom „maitre Gerard de Bruges“herrührend beschrieben. Beffroi I.

p. 281.