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MADONNA MIT HEILIGEN
Auf einem teppichbedeckten Stuhle thront in der Mitteder Tafel Maria mit dem Christuskinde. Ihr Rock und Mantelsind von blauer Farbe, ersterer lose getragen, mit Pelz ver-brämt, und am Halse ausgeschnitten, so dass man das Hemdgewahr wird. Ihr Haupt schmückt eine mit Saphiren,Rubinen und Perlen reich besetzte Krone, das dunkelblondeHaar fällt in leichten Wellen bis über die Schultern herab.Mit der Linken (die Rechte ist nicht sichtbar) stützt siedas in ein weisses geschlitztes Hemdclien gehüllte Kind,welches auf ihrem Schoosse sitzt und mit beiden Händeneine Weintraube hält. Zu den Seiten der Madonna stehtmit weitgespannten Flügeln je ein musicirender Engel inder Tracht eines Chorknaben; zwischen dem Engel und derMadonna kommt stets der Kopf einer Heiligen zum Vor-schein, rechts die h. Fausta mit der Säge, links die Apol-lonia mit der Zange, ihren Marterwerkzeugen. Eben sosymmetrisch wie diese Mittelgruppe ist nun auch das Ge-folge der Madonna angeordnet, je vier weibliche Heilige aufjeder Seite, hinter ihnen vom dunkelgrünen Hintergründesich abhebend der Maler und seine Frau. Die Heiligezunächst dem leyerschlagenden Engel ist durch kein Emblemnäher bezeichnet. Ihr zur Seite sitzt die h. Agnes mit demLamme, im grünen mit Pelzwerk besetzten Gewände undeinem reichen, goldgestickten Kopfputze. Ganz vorn er-blicken wir die h. Katharina, welche durch ihr kostbares,brocatnes Gewand, die Hermelinverbrämung, die Krone undHalsband als Prinzessin charakterisirt wird. Etwas zurück,in der Ecke des Bildes ist die h. Dorothea mit dem Rosen-körbchen geschildert. Sie trägt über einem schwarzbraunenRocke einen hellblauen Ueberwurf, und zeigt die Stirne miteinem dreifachen Perlenbande geschmückt. Ueber ihr er-hebt sich die Büste des Malers, welchem eine Locke tief
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in die Stirn herabfällt.
Aehnlich ist die Gruppirung auf der anderen Seite.Der Dorothea entspricht hier als Eckfigur, gleichfalls etwas