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Brüssel
Epiphanie.
und bemerken dagegen eine gewisse Flachheit, hervorge-rufen durch die Blässe der Schatten und das Uebermaassneutraler röthlicher und grauer Töne . 1
Mit dem Madrider Werke vielfach verwandt und aufeiner Stufe stehend ist die figurenreiche Anbetung derKönige in der Münchner Pinakothek . Unter dem Vordacheines halbzerstörten Hauses, welches halb von Bäumen undGraswerk überdacht ist, ruht die Madonna mit dem Christ-kinde. Joseph zu ihrer Rechten hält eine empfangeneOpfergabe in der Hand, links knieen huldigend die Königemit ihrem Gefolge weisser und schwarzer Sklaven. Einstark gerötheter Mann schaut grinsend am Fenster demVorgänge zu. Wir entdecken auch hier die scharf gezogenenUmrisse, die kurzen Proportionen, die bunten Kleiderfarben,den dicken Auftrag. Die Fleischtöne wechseln je nachGeschlecht und Alter von einem blassen Weiss zu einemkräftigeren Roth. Das ganze Bild ist in einem röthlichenTon gehalten, unter welchem wir Spuren der grauen Unter-malung bemerken. Mutter und Kind nehmen zu einanderdie gleiche Stellung ein, wie auf dem Madrider Bilde undebenso stossen wir auf eine ähnliche Staffage und sehen,wie sich die Giebelhäuser, die Thiere, die Korngarben daund dort wiederholen . 2
Von diesem Bilde, welches früher Jan van Eyck ge-tauft wurde und jetzt auf den Kamen Gerard Horenbautgeht, besitzt das Berliner Museum eine alte Copie , 3 dasBrüsseler Museum eine theilweise Wiederholung. Die Ma-donna, in der Ecke des Bildes sitzend, empfängt die Gabeneines Königs, während das Christkind dem zweiten Könige