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eine reich belebte Landschaft, die sich im blauen Gebirgeverliert. An dem Bilde werden der milde, tiefe Ton, diefeine Glätte, der sammetartige Glanz des Colorits gerühmtund die kurzen Proportionen hervorgehoben. 1
Privatbesitz Wir erkennen dieselbe Hand in einem Madonnenbilde
Madonna. . .
m Paris, welches unter Memling’s Namen 1874 im PalaisBourbon zum Besten der Elsässer ausgestellt war. DieMadonna, das in feinem Oval geschlossene Haupt mit einemdünnen Schleier bedeckt, das lang herabwallende Haarunter demselben aufgelöst, hält das Christkind auf demSclioosse und ist im Begriff, dasselbe aus einem vor ihrstehenden Napfe zu füttern. Während sie einen Löffel ausdemselben holt, hat sich auch das in ein weisses, vorn ge-schlitztes Hemd gekleidete Christkind (das Ebenbild desMadrider Kindes) mit einem solchen bewaffnet und wartetentschieden mit Ungeduld auf den nächsten Bissen. Aufdem Tische steht neben dem Napfe auf einem Teller nochein Apfel, auf einem Borde hinter der Madonna eine Metall-kanne und eine Blnmenvase; unter dem Fenster in derrechten Ecke auf einem Brette noch ein Korb und einBuch. Durch das Fenster, einen blossen Bahmenausschnitt,blicken wir in das Freie, und sehen einen von Wegen durch-kreuzten Basenplatz, dahinter Thore, Mauern, Giebelhäuserund noch weiter zurück einen dichten Baumwald. Die Luft-perspective erscheint nicht sonderlich entwickelt. 2vcr- Unter den neuesten Erwerbungen des Städelschen
kündigung. °
Museums in Frankfurt befindet sich eine Verkündigung, inwelcher gleichfalls Gerard David’s Hand vermuthet wird.Maria, die Hände auf der Brust gefaltet, knieet vor ihremBette, ein aufgeschlagenes Buch liegt neben ihr auf demBoden. Sie hat den Blick auf den Engel gelichtet, welcher