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Erster Halbband.
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— Die Eigenschaften der Materie. —

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Zu 118: ff. Das fundamentale Gesetz der Trägheit (inertia) in Buhe undBewegung wurde schon von Einigen der Alten, dann namentlich aber vonCusanus, Leonardo da Vinci und Benedetti geahnt, — von Kepler nach seinemersten Teile wirklich ausgesprochen, — von Galilei nach und nach in seinerAllgemeinheit erkannt, aber erst durch seinen Schüler Giovanni Battista Baliani (Genua 1582 ? — ebenda 1660 ?; genuesischer Staatsmann) als eigentliches Grnnd-princip formuliert, — und endlich durch Descartes zum allgemeinen Bewusst-sein gebracht. Ygl. „Emil Wohlwill (Hamburg 1835 geb.; Chemiker in Ham-burg), Die Entdeckung des Beharrungsgesetzes. Weimar 1884 in 8.“ — b. Derin 117 gegebenen allgemeinen Litteratur mögen noch die Specialschriften„Gabriel Lame (Tours 1795 — Paris 1870; Prof. phys. und Akad. Paris ), Theoriemathematique de l’elasticite des corps solides. Paris 1852 in 8., — Arthur-Jules Morin (Paris 1795 — ebenda 1880; Prof. mecb. Metz, dann General,Dir. Konservat. und Akad. Paris), Besistance des materiaux. Paris 1853 in 8.(2 ed. 1857), — Alfred Clebsch (Königsberg 1833 — Göttingen 1872; Prof,math. Karlsruhe, Giessen und Göttingen ), Theorie der Elasticität fester Körper.Leipzig 1862 in 8., — August Beer (Trier 1825 — Bonn 1863; Prof. math.Bonn ), Einleitung in die mathematische Theorie der Elasticität und Capillarität.Leipzig 1869 in 8., — etc.“, beigefügt werden.

119. Einige Begriffe aus der Geodynamik. — Das Pro-dukt aus Masse und Geschwindigkeit eines Körpers nennt man Mengeder Bewegung, — dasjenige aus Masse und halbem Quadrat der Ge-schwindigkeit lebendige Kraft, — dasjenige aus Kraft und Wegmechanische Arbeit Für letztere ist das sog. Kilogrammeter alsEinheit eingeführt worden, nämlich die nötige Kraft um ein Kilo-gramm ein Meter hoch zu heben; 75 solcher Einheiten bilden eine sog.Pferdekraft. — Wegen der Grösse der Erde dürfen die auf die ver-schiedenen Punkte eines Körpers wirkenden Schwerkräfte als parallelund gleich angesehen werden. Die Beschleunigung der Schwerenimmt (429) vom Aequator nach den Polen etwas zu, jedoch kannsie für die ganze Erde nahezu gleich 9,8 m = 3(F 2" P. gesetztwerden 6 . — Für den freien Fall gelten, abgesehen vom Luftwider-stände, die (111) gefundenen Gesetze der gleichförmig beschleunig-ten Bewegung °, und ebenso für den Fall über eine schiefe Ebene,nur dass für letztere, wenn « ihre Neigung bezeichnet, der Be-schleunigung g heim freien Falle deren zur Ebene parallele Kom-ponente g • Si « zu substituieren ist a . Entsprechend kann ein Körperdes Gewichtes P auf der schiefen Ebene mit einer zu ihr parallelenKraft P- Si«, oder, wie es hei der durch Aufwinden einer schiefenEbene auf einen Cylinder entstehenden Schraube in Betracht kömmt,mit einer zu ihrer Basis parallelen Kraft P • Tg a gehalten werden.Ferner wird (115) heim Falle über die schiefe Ebene dieselbe Ge-schwindigkeit wie beim freien Falle durch gleiche Höhe erhalten.— Wirken zwei Kräfte P und Q auf zwei Punkte, welche miteinem in ihrer Ebene liegenden Stützpunkte starr verbunden sind,