Band 
Erster Halbband.
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306
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SOG

Einige Vorkenntnisse ans der Physik.

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er aus demselben Gesetze in sehr geschickter Weise nachwies, dassdie Höhendifferenz zweier Stationen

H = A • (Lg B - Lg h) 1

gesetzt werden darf, wo A eine Konstante ist, während B und bdie an den beiden Stationen beobachteten Barometerstände bezeich-nen c , — ja sogar auf Grund von plausibeln Annahmen für die Kon-stante A den gar nicht Übeln Wert 62170' E. = 9722* = 18949"'ausmittelte d .

Kn 126: a. Der .Tesnit Franciscns Linus (London 1595 — Lüttich 1075;Prof. math. Lüttich ) erwarb sich durch die sonderbaren Ideen, welche eretwas nach der Mitte des 17. Jahrhunderts zu London in einer Flugschrift„De experimenti argenti vivi tnbo vitreo inclusi“ veröffentlichte, das Verdienst,Roh. Boyle zu folgendem Versuche mit einer gebogenen Röhre, deren kürzererSchenkel oben zugeschmolzen war, zu veranlassen: Nachdem er seine Röhrevertikal aufgestellt hatte, goss er in den offenen Schenkel so viel Quecksilber,dass es die Biegung füllte und so im kurzen Schenkel eine bestimmte Luft-mongo absperrte, welche eine Höhe von 12" besass; hierauf goss er in denlangem Schenkel so lange Quecksilber, bis die Luft im kurzen auf 0" reduziertwar, was bei einer Niveaudifferenz von 29" eintrat, also gerade bei Verdopp-lung des Druckes; eine Reduktion anf 4" erforderte eine Quecksilbersäulevon 2 X 29" oder dreifachen Druck, — eine solche auf 3" aber 3 x 29" odervierfachen Druck, — etc. Es war also wirklich durch diese Versuche, welcheBoyle 1601 in seiner „Defensio de elatere aeris adversus objectiones Fr. Lini“mitteilte, das vonTownley ansgesprochene Gesetz bewiesen. — b. Ob Mariotteetwas von Boyles Versuchen und Townleys Schlussfolgerungen wusste, ist un-bekannt; dagegen weiss man, dass er einige Jahre später ebensolche Versuchemachte, ihnen dasselbe Gesetz entnahm und das Ganze in seinem „Essai surla natu re de l’air. Paris 1079 in 12.“ niederlegte, — aber die Priorität kömmtentschieden, wie schon Deine (vgl. Journ. d. Sav. 1792) betonte, den erst-genannten zu. — Das Ilauptvcrdienst von Mariotte bestand unzweifelhaft darin,dass er das besprochene Gesetz zuerst für die barometrische Hühenmessungfruchtbar zu machen wusste: Er ging dafür nach Messungen, welche er aufder Pariser Sternwarte und in deren tiefen Kellern machte, von der Annahmeaus, dass die Barometerhöhe an der Erdoberfläche 28" = 330‘" = 4032 Zwölftels-linien betrage und bei Erhebung um 5' sich um einen solchen Zwölftel ver-mindere, — teilte nun in Gedanken die Atmosphäre so in Schichten, dass jederfolgenden 1 Schichte je wieder eine solche barometrische Differenz von einZwölftel entsprach, — schloss dann ganz richtig, dass sich die Ausdehnungder Schichte, in welcher der Barometerstand bereits um b Zwölftel abgenommenhabe, zu 5' wie 4032 : (4032 — h) verhalten, also

H = 4032

2

. 1 -)- 1 -1-[_ 1 _I.5'

. 4032 1 4031 ^ 1 4032 — h |

nahe deren Höhe über der Erdoberfläche gehen müsse, — und fehlte nurdarin, dass er glaubte, die Berechnung der Klammer dadurch erleichtern zndürfen, dass er ihr das Produkt aus der Anzahl der Glieder in die halbeSumme des ersten und letzten Gliedes substituiere, was dann doch eine zurohe Annäherung war. — In etwas anderer Weise ging später Maraldi vor,indem er in seinen „Experiences du baromelre faites sur diverses montagues