128
Die Baroskope. —
313
Feder FF mittelst dem Scliraubendeckel EE so stellte, dass die beiden Stricheauf F' und G' in eine Horizontale fielen, und nun den Stand der Schraubeablas. Vgl. „Karl Koppe (Soest in Westphalen 1844 geb.; Ingenieur, jetzt Prof.Geod. Braunschweig), Die Aneroidbarometer von Goldschmid. Zürich 1877 in 8.“,und für die Anwendung der Aneroide zu Registrierapparaten durch Hipp dieNotiz von Hirsch in Bull. Neucli, 1805. — e. Der durch zwei französischeArtillerieoffiziere Hans und Hermary erfundene und 1878 in Paris prämierte
Barometre absolu bestehtaus einem Quecksilber-thermometer I, — einemdazu parallel liegenden,sowohl von Temperaturals Luftdruck abhängigenLuftthermometor II, wel-ches bei a Luft, bei b alsSperrflüssigkeit Schwefel-säure, bei c nochmals Luft,und bei d ein Öl enthält,welches die äussere Luftvon der hygroskopischenSäure abtrennen soll, — und beruht darauf, dass bei jedem gegebenen Baro-meterstände die Verbindungslinien entsprechender Stände t und % sämtlichdurch denselben Punkt A gehen, und der Ort dieses Punktes A eine Gerade IIIist, auf welcher er eine der Zunahme des Barometerstandes proportionaleStrecke AB durchläuft, so dass auf III, oder auch auf einer andern GeradenIV , auf welche mau die A mit einem Lote überträgt, eine Barometerscale an-gebracht werden kann.
190. Die sog". Welienlehre. — Hebt man, z. B. durchAufsaugen, an irgend einer Stelle einer Flüssigkeit eine Säule überdas Niveau empor und überlässt sie dann wieder sieb selbst, sosinkt sie nicht nur zurück, sondern geht sogar, da die Flüssigkeit,auf welche sie fällt, nach der Seite ausweichen kann, infolge dererhaltenen Geschwindigkeit unter das Niveau, — es bildet sich einThal, während die umgebende Flüssigkeit zu einem Berge aufsteigt,jedoch ebenfalls sofort durch die Schwere wieder niedergezogen wird,dabei nach aussen einen neuen Berg erzeugt, etc. Es entsteht soeine eigene Art schwingender Bewegung, eine sog. Wellenbewegung,und wenn sich verschiedene solche Bewegungen kreuzen, so bildensich beim Zusammentreffen eines Thaies der einen mit einem Bergeder andern sog. Interferenzen — In ähnlicher Weise entstehenauch in der Luft Wellen, welche aus abwechselnd dichtem unddünnem Schichten bestehen, — und ebenso können Saiten, Stäbe,Platten, etc. zum Schwingen gebracht werden. Wenn sodann einesolche schwingende Bewegung hinreichend rasch vor sich geht undsich durch ein geeignetes Medium bis zu unserm Gehörorgane fort-pflanzen kann, so wird sie als Schall (Geräusch, Klang, Ton) wahr-genommen b .
I _ WTW