318 — Einige Vorkenntnisse ans der Physik. —
weicluing in Länge _
. 1 — Co v' 1 — ]/l — (q : 2 p) ä a a
1 = p-- p- r L^r : p=i-
Co v' J/1 — (q : 2 p) a 8 p
ist, also mit dem Quadrate der Apertur zunimmt. Mit dieser Abweichung hängtzusammen, dass jede zwei benachbarte Strahlen sich nach ihrer Reflexionschneiden, also eine Folge von Durchschnittspunkten entsteht, welche die sog.Brennlinie (Katakaustica) bilden. Letztere wurde schon von Barrow (vgl. seineLectiones), Huygens (vgl. seinen Traite), den beiden ältern Bernoulli (vgl. derenOpera), etc., zu bestimmen versucht, — und noch Auguste De la Rive (Genf 1801 — ebenda 1873; Prof. phys. Genf; vgl. Dumas in Mem. de l’Inst. II 40)debütierte mit einer „Dissertation sur la partie de l’optiqne qui traite descourbes dites canstiques. Geneve 1823 in 4.“ Vgl. auch „Ferd. Bösser, DieTheorie der caustischen Linien und Flächen in ihrer geschichtlichen Entwick-lung. Eutin 1869 in 4.“ — c. Anhangsweise mag noch darauf aufmerksamgemacht werden, dass cylindrische und konische Spiegel offenbar in der Rich-tung der Kanten als ebene, senkrecht zur Axe aber als sphärische Spiegelwirken und somit Zerrbilder geben, — dass bei jedem nach einer Linie zwei-ten Grades geschliffenen Hohlspiegel alle ans dem einen Brennpunkte ein-fallenden Strahlen in den andern Brennpunkt zurückgeworfen werden, — dassspeciell hei einem parabolischen Spiegel alle parallel zur Axe einfallendenStrahlen sich genau im Brennpunkte kreuzen, — etc.
133. Die Linsen und Brillen. — Die Alten waren wesent-lich auf das allerdings köstlichste aller Sehwerkzeuge, das un-bewaffnete Auge, beschränkt, und während die Katoptrik hei ihnenbereits eine gewisse Ausbildung erlangte, machte die Dioptrik nurganz geringe Fortschritte. Dem entsprechend ist denn auch daszuweilen die Stelle einer Dioptra (330) versehende, das diffuse Lichtabhaltende Sehrohr, oder der sog. Tubus, das einzige optische Hilfs-mittel, dessen Gebrauch in früher Zeit wirklich konstatiert ist —Auch zugegeben, dass im Alterthume einzelne geschliffene Steinevorhanden gewesen und sogar zum Durchsehen benutzt worden seinmögen'', so ist damit noch kein wirklicher Beweis für damaligebewusste Erstellung von eigentlichen Linsen oder Loupen geleistet,während durch das Schweigen aller Schriftsteller die Nicht-Existenzziemlich sicher konstatiert ist c . — Dass der universelle Roger Baco um die Mitte des 13. Jahrhunderts an Linsen und Brillen dachte,sich mit ihrer mutmasslichen Wirkung befasste und die Möglich-keit der Erstellung von Mikroskopen und Teleskopen ahnte, gelltallerdings aus mehreren Stellen seiner Werke deutlich hervor; da-gegen findet sich auch da noch keine sichere Spur, dass er irgendwelche dieser Sehwerkzeuge wirklich besass, und erst gegen Endedes Jahrhunderts geschah in ganz andern Kreisen, zunächst in Italien ,der Brillen Erwähnung, dann aber sofort mehrfach d . Es darf dahermit Sicherheit angenommen werden, dass erst gegen Ende des13. Jahrhunderts das bewusste und gewerbsmässige Schleifen von
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