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— Das Spektrum und die chromatische Abweichung.
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wegen der für rot bis violett fortwährend abnehmenden Brennweite,farbige Bilder erzeugen, die sich nicht vollkommen decken und sodie erwähnte Farbenabweichung verursachen, welche namentlichgegen den Band des Gesichtsfeldes einen störenden farbigen Saumzur Folge hat, liegt auf der Hand. Überdies mag anhangsweiseerwähnt werden, dass die neuere Zeit noch innerhalb rot Wärme-Strahlen und ausserhalb violett chemisch wirksame Strahlen nach-gewiesen hat d .
Zu 13 $: a. Die sphärische Abweichung bei Linsen lässt sich ganz inentsprechender Weise wie diejenige bei Hohlspiegeln (vgl. 132 : b) behandeln;ich muss jedoch hier (wie schon 137 : e angedeutet wurde) des beschränktenRaumes wegen davon Umgang nehmen. — ft. Diebeistehende Figur, in welcher a der Lage desSpaltbildes ohne Prisma entspricht, r und v aberdie durch die roten und violetten Strahlen ent-stehenden Bilder bezeichnen, dient zur Yeranschau-a lichung des oben gesagten. — c. Die Farbeuzer-r Streuung durch Brechung oder die sog. Dispersionv des Lichtes, wie sie z. B. in den Regenbogen nndHöfen zu Tage tritt (vgl. 229), war als Thatsachegewiss schon in den ältesten Zeiten bekannt; aber eine solche Analyse desLichtes mit Hilfe des Prismas, wie man sie durch obigen Doppelversuch erhaltenkann, wurde erst von 1066 an durch Newton in genügenderWeise ausgeführt:Zwar hatte schon Kepler, wie aus seiner „Dioptrice (p. 6)“ hervorgeht, denGang eines Lichtstrahls durch ein Prisma ins Auge gefasst und die dabei auf-tretenden Regenbogenfarben bemerkt, und ähnliches wird auch von Hodiernaberichtet; ferner kannte Joh. Marcus Marci de Kronland (Landskron in Böhmen 1595 — Prag 1667; Prof. med. Prag), wie nach Poggendorf seine „Thaumantia.Prag ® 1648 in 4.“ beweist, das Spektrum, welches er „Iris trigonia“ nannte,— lehrte dasselbe in einem verfinsterten Zimmer zu beobachten, — und sprachneben Konfusem und Irrigem die wichtigen Sätze aus, „dass das farbige Lichtbeim Austritte aus dem Prisma mehr divergire“, und „dass das einmal farbiggewordene Licht nach allen folgenden Brechungen wieder dieselbe Farbezeige“, — und dass auch Grimaldi die Farbenzerstrenung bemerkt und studierthatte, geht aus seinem posthumen Werke „Physico-Mathesis de Lumme, Co-loribus et Iride. Bononise 1665 in 4.“ unzweifelhaft hervor; aber nichts destoweniger datiert die genauere Kenntnis des Spektrums erst von 1666, wo sichNewton eigenhändig ein Prisma schliff und die Versuche begann, welche ihnschliesslich zu dem für die Farbenlehre fundamentalen Werke von 1701 (vgl.130: b) befähigten. — tl. Für weiteres wird auf 147 verwiesen.
139 . Das Luftfernrohr und die Spiegelteleskope. —
Während die neuere Zeit die sphärische und chromatische Ab-weichung durch Kombination verschiedener Linsen- und 'Glasartenwenigstens grossenteils zu korrigieren weiss, so besassen dagegendie altern Optiker nur das Auskunftsmittel, durch Abhalten derBandstrahlen, d. h. durch Anbringen von sog. Blendungen (Dia-phragmen) , etwas zu helfen, und auch da blieb der Fehler noch